Das globale digitale Identitätsprojekt Worldcoin hat angesichts der wachsenden Rechtsunsicherheit in Spanien sich zu seinen Aktivitäten und seiner Compliance nun erneut geäußert.

Worldcoin hat am 18. März in seinem Blog mit dem Titel "Wesentliche Fakten über Worldcoin" einen Post veröffentlicht, in dem grundlegende Informationen über seine Tätigkeiten sowie die Regeln und Vorschriften behandelt werden.

In dem Blog-Beitrag betonte Worldcoin, dass es "an allen Standorten, an denen es verfügbar ist, rechtmäßig tätig" und so konzipiert sei, dass es alle Gesetze und Vorschriften zur Datenerfassung und -übertragung einhält.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels umfasst die Liste der Standorte, an denen Worldcoin tätig ist, sieben Länder, darunter Argentinien, Chile, Deutschland, Japan, Portugal, Singapur und die Vereinigten Staaten.

Worldcoin verweist auf einen detaillierteren Beitrag über die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften vom Januar, in dem erwähnt wird, dass das Projekt die wichtigsten globalen Datenschutzregelungen wie die europäische Datenschutzgrundverordnung und das argentinische Datenschutzgesetz einhält.

Die Liste der Aufsichtsbehörden von Worldcoin. Quelle: Worldcoin

Worldcoin erlaubt Minderjährigen nicht, der Plattform beizutreten, heißt es in dem neuen Beitrag. Weiter schreibt das Projekt, dass jeder Nutzer in der World App bestätigen muss, dass er über 18 Jahre alt ist, bevor er sich mit einem Orb verifiziert.

Die Worldcoin Foundation betonte auch, dass das Projekt gemeinsam mit Tools for Humanity "niemals persönliche Daten, einschließlich biometrischer Daten, verkauft haben, nicht verkaufen und niemals verkaufen werden".

Worldcoin betonte, dass World ID und World App "vollständig selbstverwahrend" seien, was bedeutet, dass niemand außer dem Besitzer jemals Informationen wie Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer und andere persönliche Daten besitzen wird.

"Die Orb-Hardware ist mit verschiedenen, hochentwickelten Sicherheitsfunktionen ausgestattet, die gewährleisten, dass die Daten sicher sind und niemand unbefugt darauf zugreifen kann", heißt es in dem Blogbeitrag.

Es herrscht weiterhin Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Betrieb der Plattform in Spanien. Anfang März forderte die spanische Datenschutzbehörde Worldcoin auf, die Sammlung und Verarbeitung von Daten in dem Land einzustellen, und erließ ein vorübergehendes Verbot für den Betrieb der Plattform.

Das Unternehmen scheiterte daraufhin an der Verteidigung seiner Geschäftstätigkeit in Spanien, als ein lokales Gericht seine einstweilige Verfügung gegen die Datenaufsichtsbehörde ablehnte.

"Es ist bedauerlich, dass die spanische Datenschutzbehörde mit ihren Maßnahmen, die nur für Spanien und nicht für die gesamte Europäische Union gelten, die etablierten Verfahren gemäß der DSGVO umgeht", schrieb der Datenschutzbeauftragte der Worldcoin Foundation Jannick Preiwisch in einem Blogbeitrag am 6. März und fügte hinzu:

"Es ist auch bedauerlich, dass sie falsche und irreführende Behauptungen über unsere Technologie weltweit verbreiten, nachdem unsere Bemühungen, ihnen ein genaues Bild von Worldcoin und World ID zu vermitteln, monatelang unbeantwortet geblieben sind."

Das von OpenAI-CEO Sam Altman gegründete Projekt Worldcoin ist ein Open-Source-Protokoll, das digitale Identifikation und Eigentum für jeden Menschen auf der Erde ermöglichen will.

Offiziell wurde es im Juli 2023 gestartet und stieß jedoch bald aufgrund von Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Datensicherheit auf Widerstand bei den Regulierungsbehörden weltweit.

Im August 2023 wurde Worldcoin in Kenia verboten, wobei die Regierung alle lokalen Aktivitäten im Zusammenhang mit der Plattform, einschließlich der biometrischen Identifizierung, untersagte. Einige Monate später erklärte Worldcoin, das Projekt arbeite mit der kenianischen Regierung zusammen, um den Betrieb im Jahr 2024 wieder aufzunehmen.

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