Terraform Labs, das Unternehmen hinter der Terra -Blockchain, sagte, das Verfahren gegen seinen Mitbegründer Do Kwon in Südkorea sei ein politisches geworden, da die Staatsanwaltschaft die Definition eines Wertpapiers in Reaktion auf den öffentlichen Druck ausgeweitet habe.

"Wir sind der Meinung, dass dieser Fall hochgradig politisiert wurde und dass das Vorgehen der koreanischen Staatsanwaltschaft unfair ist und die grundlegenden Rechte, die das koreanische Gesetz garantiert, nicht beachtet", so ein Sprecher von Terraform Labs am 28. September gegenüber dem Wall Street Journal.

Die südkoreanische Staatsanwaltschaft erließ am 14. September einen Haftbefehl gegen Kwon wegen Verstößen gegen die Kapitalmarktgesetze des Landes. Terraform Labs verteidigte sich mit dem Argument, dass Terra (jetzt Terra Luna Classic) rechtlich gesehen kein Wertpapier sei. Das würde bedeuten, dass der Coin nicht unter die Kapitalmarktgesetze fällt.

Der Sprecher warf der Staatsanwaltschaft vor, die Definition eines Wertpapiers aufgrund des starken öffentlichen Drucks durch den Zusammenbruch von Terra und des algorithmischen Stablecoin TerraUSD (UST) ausgeweitet zu haben.

"Wir sind, wie die meisten Leute in der Branche, der Meinung, dass Luna Classic kein Wertpapier ist und auch nie war, ungeachtet der geänderten Auslegung durch die koreanischen Finanzbeamten in der letzten Zeit."

Terraform Labs beruft sich hierbei auf den unklaren regulatorischen Status von Kryptowährungen und den Unternehmen, die diese schaffen und ausgeben.

Derzeit enthalten die Kapitalmarkt- und elektronischen Wertpapiersysteme des Landes keine rechtliche Definition für nicht standardisierte Wertpapiere, die über eine Blockchain ausgegeben werden.

In diesem Zusammenhang:Finanzaufsicht von Südkorea will Krypto-Gesetzgebung beschleunigen

Die südkoreanische Finanzaufsicht bereitet bis Ende 2022 Richtlinien für Wertpapier-Token vor, um diesen Bereich zu regulieren.

Ein im Mai durchgesickerter Regierungsbericht enthüllte zudem, dass Südkorea bis 2024 ein Krypto-Rahmenwerk herausbringen will.

Melde dich bei unseren Sozialen Medien an, um nichts zu verpassen: X, YouTube, Instagram und Telegram – aktuelle Nachrichten, Analysen, Expertenmeinungen und Interviews mit Fokus auf die DACH-Region.