Neues Gesetz in Wyoming lockert Sicherheitsanforderungen für Blockchain-Token

Der US-Staat Wyoming verabschiedete am 19. Februar einen Gesetzesentwurf, der Blockchain-Token von Sicherungsverbindlichkeiten befreit, wenn sie ab Juli 2018 drei Grundanforderungen erfüllen.

Der Entwurf mit dem Namen HB0070 wird unterstützt von 7 Repräsentanten und 5 Senatoren der Legislatur des Staates Wyoming. Er wurde einstimmig und öffentlich vom gesamten Repräsentantenhaus in seiner dritten Lesung abgesegnet. Dies entspricht der Befürwortung aller 60 Mitglieder.

Währenddessen versuchen amerikanische Behörden landesweit härter gegen unrechtmäßige Offerings im Krypto-Universum durchzugreifen. Dabei wird stets betont, wie wichtig Transparenz und ein genaues Beobachten der Märkte zum Schutz der Investoren sei.  

Laut Entwurf müssen Coins, die via eines Initial Coin Offering (ICO) oder andersweitig angeboten werden, nichts als Staatseigentum registriert werden, wenn folgende Status greifen:

“(i)  Der Token wurde vom Anbieter oder Entwickler nicht als explizietes Investment vermarktet;

(ii) Der Token ist eintauschbar oder dafür gedacht, ihn gegen Güter und Dienstleistungen einzuwechseln; und

(iii) Der Anbieter oder Entwickler des Tokens ist weder eine Rückkaufvereinbahrung eingegangen, noch hat er ein andersartigen Abkommen, einen Vertrag oder ein Vorhaben angegeben, welches auf eine Manipulation des Token-Preises in einem sekundären Markt schließen lässt."

Diese Regelungen gelten für Coins, die direkt in Wyoming bzw. seinen Bewohnern angeboten werden.

HB0070 ist eines der zwei Krypto-Projekte einer 12-Mann-Gruppe, welche sich zur Zeit ihren Weg durch das legislative System bahnt. Wie der Cointelegraph am Montag, der 19. Februar, berichtetete, liegt Wyoming bereits seit März 2014 ein weiterer Gesetzentwurf zur Revision vor: Die Bill 111 zielt darauf ab, Krypto von staatlichen Grundsteuerabgaben zu befreien.