15 Länder wollen gemeinsames System zur Überwachung von Krypto-Transaktionen entwickeln

15 Nationalstaaten, darunter auch die G7-Staaten, wollen gemeinsam ein neues System zur Überwachung von Krypto-Transaktionen entwickeln, um damit gegen die illegale Nutzung von Kryptowährungen vorzugehen.

Der Arbeitskreis Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung (FATF) soll bis 2020 die Grundzüge des Systems ausgestalten, das dann in den Folgejahren fertiggestellt werden soll. Dies berichtet das japanische Nachrichtenportal Nikkei am 9. August.

Im Rahmen des neuen Systems sollen die Daten von Personen, die Krypto-Transaktionen durchführen, gesammelt und unter den teilnehmenden Ländern geteilt werden, um damit zu verhindern, dass Kryptowährungen für Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung oder sonstige illegale Aktivitäten verwendet werden.

Da viele Länder bisher noch keinen rechtlichen Rahmen für Kryptowährungen ausgestaltet haben, könnte das neue System dazu beitragen, dass die Regulierung der Kryptobranche weltweit entscheidend vorangetrieben wird.

Sobald das Grundkonzept bis 2020 steht, sollen die entsprechenden Maßnahmen eingeführt werden, woraufhin privatwirtschaftliche Unternehmen anschließend mit der Umsetzung des Systems beauftragt werden sollen.

FATF treibt Krypto-Regulierung voran

Die FATF hatte im Juni 2019 neue Richtlinien für den Umgang mit Kryptowährungen veröffentlicht, die in erster Linie Krypto-Dienstleister betreffen. Darin wurden die 37 Mitgliedsstaaten der FATF unter anderem dazu aufgefordert, die Beaufsichtigung von Krypto-Unternehmen zu intensivieren und verdächtige Transaktionen anzuzeigen.

In Folge der neuen Richtlinien soll es für die südkoreanischen Kryptobörsen Bithumb, Upbit, Coinone und Korbit bereits schwieriger geworden sein, die Zusammenarbeit mit den heimischen Banken fortzuführen, was nur noch unter strengeren Auflagen möglich ist.

Am 18. Juli hatten die Finanzminister der G7-Staaten gemeinsam erklärt, dass Krypto-Projekte wie Facebook Libra das globale Finanzsystem ernsthaft gefährden könnten, wenn sie nicht angemessen reguliert werden.