Brief von Kongressabgeordneten an IRS: Mehr Klarheit bei Kryptobesteuerung

Acht US-Kongressmitglieder ließen der Steuerbehörde IRS einen Brief zukommen und forderten die Behörde auf, mehr Klarheit im Hinblick auf die Gesetze zur Besteuerung von Kryptowährungen zu schaffen. 

In einem Brief vom 20. Dezember, unterzeichnet von acht Mitgliedern des US-Kongresses, hieß es:

"Wir schrieben im April dieses Jahres und forderten die Herausgabe eines Leitfadens für Steuerzahler, die Kryptowährungen verwenden. Wir freuen uns, dass Sie eine Anleitung herausgegeben und viele der Fragen beantwortet haben, die wir gestellt haben. Wir sind jedoch besorgt, dass dieser neue Leitfaden viele neue Fragen im Zusammenhang mit den Themen aufwirft, die darin angesprochen werden. Konkret meinen wir hier Forks und Airdrops".

Cointelegraph hat mehrere der Unterzeichnenden um einen Kommentar gebeten. Bis Redaktionsschluss lag allerdings noch keine Antwort vor. Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald weitere Informationen vorliegen.

Das IRS machte ursprünglich am 9. Oktober 2019 eine offizielle Entscheidung über die Erwartungen im Zusammenhang mit der Besteuerung von Kryptowährungen öffentlich, wie Cointelegraph bereits berichtete. In der Entscheidung Urteil wurden mehrere Punkte im Hinblick auf die Besteuerung angesprochen. Darunter etwa eine Steuer für die Inhaber im Falle eines Kryptowährungs-Fork oder eines Airdrop, unabhängig davon, ob der Inhabers über einen solchen Airdrop Bescheid weiß. Auch die Kursentwicklung nach dem Airdrop zieht eine Besteuerung nach sich. 

Im Schreiben vom 20. Dezember heißt es, dass die ursprüngliche IRS-Entscheidung vom 9. Oktober hypothetische Beispiele als Referenz verwendet habe, die nicht tatsächlich anwendbar oder plausibel seien. Daher seien diese für die Steuerzahler unklar.  

Das Schreiben sprach konkret von der "Herrschaft und Kontrolle" in Bezug auf Forks und Airdrops in der Entscheidung des IRS vom 9. Oktober und forderte Transparenz in dieser Angelegenheit. Aufgrund der mangelnden Klarheit bei jedem konkreten Aspekt, der ein steuerpflichtiges Ereignis auslöst, könnte der Empfänger eines Fork oder eines Airdrops einer Besteuerung unterliegen, ohne dass er von einem solchen Ereigniss weiß.  

Das Schreiben weist auch auf fehlende Leitlinien im Hinblick auf die aktuelle IRS-Entscheidung bezüglich verschiedener Krypto-Finanzbereiche hin. Darunter etwa der Future-Handel und Zinserträge aus digitalen Vermögenswerteinlagen sowie alle Krypto-Einnahmen. 

Darüber hinaus wurde im Schreiben gefordert, konkret auf Aspekte in Bezug auf steuerliche Angaben und der Quellensteuer, wie etwa die Verwendung des Formulars 1099 einzugehen. Auch in Bezug auf das Thema der rückwirkenden Vollstreckung müsse eingegangen werden. 

Am Ende des Briefes hieß es von den Kongressmitgliedern:

"Wir sind besorgt darüber, dass die Art der Leitlinien den Anschein erweckt, dass es sich um 'geltendes' Recht handelt. Wir hoffen, dass das IRS diesen Bereich als neu und in der Entwicklung befindlich betrachtet und angemessene Interpretationen im Vorfeld der Veröffentlichung der neuesten Richtlinien zulässt".

Letzten Monat hat Cointelegraph erklärt, dass die IRS-Regeln den Krypto-Nutzern nicht erlauben, gewisse Steuerbefreiungen zu nutzen.