Andreessen Horowitz: Bitcoin wird „Aktie“ für Influencer

Das Investmentunternehmen Andreessen Horowitz prognostiziert zum Start des neuen Jahrzehnts, dass Digitalwährungen à la Bitcoin (BTC) für Social-Media Influencer zukünftig zentraler Bestandteil der Monetarisierung sein werden.

Am 30. Dezember hat der Wagniskapitalgeber in einer Videopräsentation gleich mehrerer solcher Prognosen gemacht, die bis zum Jahr 2030 eintreten sollen. So sagt Andreessen Horowitz zum Beispiel vorher, dass Ernährung zukünftig an den Stoffwechsel eines jeden Individuums angepasst sein wird, wobei das Unternehmen „Roboterküchen“ eine zentrale Rolle zurechnet. Im Hinblick auf Social-Media und Influencer heißt es in der Prognose:

„Influencer können unmittelbar Tausende von Fans erreichen. Fans können sich zukünftig dafür bezahlen lassen, dass sie den jeweiligen Influencer unterstützen. Sie können sich dann aussuchen, ob sie in Bitcoin, Libra oder einem Influencer Coin ausbezahlt werden.“

Andreessen Horowitz sieht Digitalwährungen als Möglichkeit für Fans, an der steigenden Popularität eines Influencers teilzuhaben. Dies würde sich ähnlich verhalten wie bei Mitarbeitern eines Startups, die durch Aktien am Wachstum eines jungen Unternehmens teilhaben können. Dafür könnten sowohl etablierte Digitalwährungen wie Bitcoin als auch völlig neue Digitalwährungen wie ein hypothetischer Influencer Coin verwendet werden.

Auch Blockchain gehört die Zukunft

ComputerWeekly.com hat jüngst eine eigene Technologie-Prognose für das neue Jahrzehnt veröffentlicht, die im Grundtenor mit den Vorhersagen von Andreessen Horowitz übereinstimmt. So sieht das Online-Magazin die Blockchain-Technologie, Künstliche Intelligenz und Hyper-Automatisierung als treibende Kräfte für den Wandel.

Dementsprechend schreibt der ComputerWeekly Redakteur Brian Burke am 2. Januar, dass „die Blockchain-Technologie das Potenzial hat, ganze Branchen zu transformieren“. Nach seiner Einschätzung wird die Technologie schon „ab 2023 vollständig marktreif“ sein.

Dabei sieht er besonders das Zusammenspiel zwischen Blockchain, Künstlicher Intelligenz und Internet-of-Things (IoT) als wichtige Symbiose, die automatisierte und dezentralisierte Netzwerke entscheidend vorantreiben kann.

So sieht er zum Beispiel in der Automobilbranche die Anwendungsmöglichkeit, dass ein Auto, das über einen sogenannten Smart-Sensor verfügt, direkt mit einem Versicherungsunternehmen über die nötige KfZ-Versicherung verhandeln könnte, indem Blockchain und IoT angewendet werden.

Des Weiteren vermutet die Prognose, dass zukünftige Technologien für mehr Datenschutz sorgen können. Außerdem würde der Zugang zu Technologien immer mehr demokratisiert werden.   

Kommt es doch ganz anders?

Der ZenGo Geschäftsführer Ouriel Ohayon nimmt es mit seinem Blick in die Kristallkugel hingegen weniger ernst, so schreibt er in seiner „Witzprognose“ für das Jahr 2020 mit einem großen Augenzwinkern:

„Bitcoin wird unter 1.000 US-Dollar abstürzen; alle Hardware-Wallets werden gehackt; Tron/XRP wird die wichtigste Kryptowährung; die Identität von Satoshi Nakamoto wird endlich aufgedeckt und wir werden alle enttäuscht sein; Trump wird sich auf Twitter für Bitcoin aussprechen; das Lightning Network wird von der breiten Masse angenommen.“