Andreessen Horowitz stellt erste weibliche Komplementärin für Kryptofonds ein

Die Risikokapitalgesellschaft Andreessen Horowitz aus Silicon Valley hat Katie Haun als ihre erste weibliche Komplementärin eingestellt, um den neu gegründeten Kryptowährungsfonds des Unternehmens im Wert von 257 Mio. Euro zu leiten, wie aus einer Ankündigung, die am 25. Juni veröffentlicht wurde, hervorgeht.

Haun, die auch Direktorin im Vorstand von Coinbase ist, arbeitete zehn Jahre als Bundesanwältin beim US-Justizministerium, wo sie sich auf digitale Vermögenswerte und Kryptowährungs-Start-ups konzentrierte. Berichten zufolge leitete sie die Untersuchungen zu Mt. Gox und war an der Verhaftung der korrupten Agenten der Task-Force für Silk Road beteiligt. Ben Horowitz, Mitbegründer von Andreessen Horowitz, sagte:

"Je mehr ich über ihren Werdegang erfahren habe, desto beeindruckter war ich. Sie hat sich gegen mörderische Motorradbanden und Kartelle gewehrt, das organisierte Verbrechen bekämpft, RICO-Mörder festgenagelt, die größten Geldwäsche- und Cyberkriminalitätsringe aufgedeckt und Wirtschaftskriminalität und Beamten-Korruption gestoppt. Nach all dem liegt ihr Endresultat bei irgendwas zu Null. Sie hat noch nie einen Fall verloren. Nicht einmal. Niemals."

Laut Bloomberg hat Andreessen Horowitz einen neuen Krypto-Fonds gegründet, der in eine Reihe von Unternehmen - von Blockchain-Projekten bis hin zu Initial Coin Offerings (ICOs) - investieren wird. Alle Krypto-Deals der Firma werden Berichten zufolge über diesen Fonds abgewickelt. Die Risikokapitalgesellschaft hatte bereits rund 85 Mio. Euro in digitaler Währung in ihren letzten Fonds investiert. Chris Dixon, ein Komplementär des Fonds, sagte:

"Wir freuen uns, dass wir einen Fonds haben, der sich genau darauf konzentriert und so flexibel ist, dass wir die Investitionen tätigen können, die wir machen wollen. Der Zustrom von Unternehmern hat im letzten Jahr dramatisch zugenommen."

Haun hat keine direkte Risikokapital-Unternehmererfahrung, wie die Nachrichtenagentur Recode sagt, obwohl sie einige persönliche Investitionen getätigt hat und einen Kryptowährungskurs an der Stanford unterrichtet. Die Zahl der Frauen, die an Kryptowährung und Blockchain beteiligt sind, ist weitaus geringer als die Zahl der Männer. Dixon wies darauf hin, dass Geschlechtervielfalt "definitiv etwas ist, das wir verbessern müssen".

In letzter Zeit gab es Versuche, mehr Frauen für die Blockchain und die digitalen Währungsbereiche zu gewinnen. Initiativen, wie die "Women in Crypto"-Veranstaltung von Mogul, und Organisationen, wie die Women in Blockchain Foundation, haben sich bemüht, mehr Frauen in den Blockchain- und Krypto-Bereich einzubeziehen.