Österreich: Fasernhersteller Lenzing will Blockchain-Technologie für Lieferkette nutzen

Der österreichische Fasernhersteller Lenzing will Blockchain-Technologie einsetzen, um damit für größere Transparenz in der eigenen Wertschöpfungskette zu sorgen. Dies hat die Firma am 17. Mai mitgeteilt.

Lenzing, ein in Österreich ansässiger Hersteller von Textilfasern, hat sich mit der in Hong Kong sitzenden Blockchain-Firma TextileGenesis zusammengetan, um die Technologie für TENCEL, die Premiummarke des Herstellers, einzusetzen.

Wie es in der Pressemitteilung heißt, will Lenzing die Plattform zur Nachverfolgung bis 2020 fertiggestellt haben, allerdings soll schon möglichst bald die Testphase anlaufen, in die alle Stationen der Lieferkette einbezogen werden.

Lenzing hat sich auf Grund der steigenden Kundennachfrage nach mehr Transparenz für den Einsatz der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) entschieden, um mehr Informationen über Inhaltsstoffe und Lieferanten der eigenen Produkte offenlegen zu können.

Das Unternehmen gehört zu den führenden Herstellern von Textilfasern auf Holzbasis und macht einen jährlichen Umsatz von 2,7 Mrd. US-Dollar.

Wie heute zuvor berichtet, zeigt sich die amerikanische Logistikfirma FedEx skeptisch gegenüber der Nutzung von Blockchain. So meinte ein leitender Angestellter des Unternehmens, dass traditionelle Logistiksysteme den bisherigen Blockchain-Varianten überlegen wären, da die Technologie noch keine ausreichende Marktreife hätte.

Wie Cointelegraph kürzlich ebenfalls berichtet hat, hat die Luxusmarke Alyx angekündigt, ein Blockchain-Netzwerk auf Basis von IOTA einsetzen zu wollen, um wiederum die eigene Lieferkette nachverfolgen zu können.