Ein Jahr nach der Veröffentlichung eines offenen Aufrufs zur Suche nach Partnern für die Erprobung ihrer Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) hat die spanische Zentralbank Banco de España nun ihre Partner ausgewählt. Am 3. Januar veröffentlichte die Zentralbank eine entsprechende Mitteilung, in der sie ihre Partnerschaft mit Cecabank, Abanca und Adhara Blockchain ankündigte.
Das Pilotprojekt der geplanten Wholesale-CBDC wird in den nächsten sechs Monaten stattfinden und die Verarbeitung und Abwicklung von Interbankenzahlungen sowohl mit einer einzigen tokenisierten Wholesale-CBDC als auch durch den Austausch mehrerer von verschiedenen Zentralbanken ausgegebener Wholesale-CBDCs simulieren.
In einem weiteren Teil des Experiments, das mit Hilfe des Cecabank-Abanca-Konsortiums durchgeführt wird, wird die Wholesale-GBDC für die Abwicklung einer simulierten tokenisierten Anleihe verwendet.
Aus den 24 Bewerbungen, die die Zentralbank im vergangenen Jahr erhalten hat, wurden drei Unternehmen ausgewählt. Während sowohl die Cecabank als auch die Abanca aus Spanien stammen, befindet sich der Hauptsitz von Adhara Blockchain im Vereinigten Königreich.
Das spanische CBDC-Programm ist in gewisser Weise einzigartig, da öffentlich erklärt wurde, dass es unabhängig vom Projekt um den digitalen Euro ist, das im Falle seiner Umsetzung alle Volkswirtschaften der Eurozone umfassen würde. In der Zwischenzeit kündigte das spanische Ministerium für Wirtschaft und digitale Transformation an, dass es die Verordnung der Europäischen Union zur Regulierung von Kryptowährungen (MiCA) sechs Monate vor Ablauf der Frist umsetzen werde. Und im Oktober veröffentlichte die spanische Zentralbank zudem einen Text, in dem das Wesen und die Verwendung des digitalen Euro erläutert werden.
Die Spanier selbst haben bisher jedoch kein großes Interesse an der Verwendung des digitalen Euro bekundet. Eine im Oktober durchgeführte Umfrage ergab, dass nur 20 % der Befragten bestätigten, dass sie die paneuropäische CBDC als Ergänzung zu ihren regulären Zahlungsmitteln verwenden würden, während 65 % dies ablehnten.
Melde dich bei unseren Sozialen Medien an, um nichts zu verpassen: X, YouTube, Instagram und Telegram – aktuelle Nachrichten, Analysen, Expertenmeinungen und Interviews mit Fokus auf die DACH-Region.