Web-Browser Mozilla Firefox: Online-Kryptojacking wird nun blockiert

Der bekannte Open-Source-Browser Mozilla Firefox hat mit seinen neuen Browserversionen weitere Schutzmaßnahmen gegen Krypto-Mining-Malware ergriffen, wie aus einem Blogbeitrag vom 9. April hervorgeht.

In den neuesten Versionen Firefox Nightly 68 und Beta 67 hat Mozilla eine neue Schutzschicht gegen Krypto-Mining- und Fingerabdruck-Hackangriffe in den Einstellungen zur Blockierung von Inhalten des Browsers integriert.

Die neue Browsing-Funktion wurde in Zusammenarbeit mit der Datenschutz- und Sicherheits-Softwareunternehmen Disconnect entwickelt. Das ist eine Sammlung von schwarzen Listen von Malware-Domains, die mit Fingerabdruck- und Krypto-Mining-Skripten in Verbindung stehen.

Die schwarze Liste von Disconnect ist Berichten zufolge in der Lage, Mining-Dienste, wie etwa Coinhive und CryptoLoot, im Browser zu blockieren, wie die Tech-Nachrichtenplattform BleepingComputer berichtete.

Der neue Firefox-Schutz ist derzeit standardmäßig nicht aktiviert, kann aber in den Einstellungen im Abschnitt Datenschutz- und Sicherheit aktiviert werden. Im Blog-Post heißt es außerdem, dass die Schutzfunktionen in Nightly in den kommenden Wochen standardmäßig aktiviert werden sollen.

Wie Cointelegraph Ende August letzten Jahres berichtete hat Mozilla bereits angekündigt, dass Kryptojacking-Malware in zukünftigen Versionen von Firefox blockiert werden soll.

Kryptojacking ist eine Hacking-Methode, bei dem die Rechenleistung von Computern ohne das Wissen und die Zustimmung der Nutzer verwendet wird, um Kryptowährungen zu minen. Im Dezember 2018 berichtete Bloomberg, dass Kryptojacking Berichten zufolge in vielen Teilen der Welt die größte Cyberbedrohung geworden ist. Damit ist diese Methode nun auch eine größere Bedrohung als Erpressersoftware.

Vor kurzem hat ein japanisches Gericht einen Mann freigesprochen, der wegen illegalem Mining von Krypto angeklagt wurde. Dabei soll er den Online-Krypto-Miner Coinhive verwendet haben. Zuvor drohten einem Ukrainer bis zu sechs Jahre im Gefängnis, weil er mutmaßlich Krypto-Mining-Malware-Skripte auf seinen eigenen Webseiten platziert hatte.

Mit zusätzlicher Berichterstattung von Helen Partz.