Bitcoin hat nicht die Eigenschaften einer Währung und ist pure Spekulation, so der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank Jean-Claude Trichet. Die chinesische Nachrichtenplattform South China Morning Post berichtete am 10. November über Trichets Kommentare auf der Caixin-Konferenz in Peking.
"Ich bin absolut gegen Bitcoin"
Auf der Veranstaltung äußerte Trichet auch Zweifel daran, dass Kryptowährungen jemals die Zukunft des Geldes sein könnten. Er sagte, dass Bitcoin nicht die Eigenschaften einer echten Währung habe:
"Ich bin absolut gegen Bitcoin und ich denke, wir sind ein wenig selbstgefällig. [...] Die Währung ist an sich nicht echt und hat auch nicht die Eigenschaften, die eine Währung haben muss."
Trichet erklärte auch, er glaube, dass der Kauf von Kryptowährungen in vielerlei Hinsicht nur eine Spekulation sei. Er behauptete auch, dass er selbst dann, wenn ein Krypto-Vermögenswert mutmaßlich von einem realen Vermögenswert unterstützt wird, immer noch viel Spekulation beobachte, die er für "nicht gesund" halte.
Trichet: Eher SDR als Libra
Trichet fügte hinzu, dass er auch kein Fan von Facebooks geplantem Stablecoin Libra sei. Er erklärte - wenig überraschend - auch, er bevorzuge die vom Internationalen Währungsfonds herausgegebenen Special Drawing Rights (SDRs).
Ähnlich wie beim Libra sollen auch die SDRs an einen Währungskorb gekoppelt sein. Dieser umfasst den US-Dollar, den Euro, das britische Pfund, den Renminbi und den Yen. Trichet weiter:
"Ich habe große Zweifel daran, dass man den Geldwert im Kryptowährungsbereich kontrollieren kann. [...] Unter den neuen so genannten stabilen, internationalen Währungen [...] wäre der SDR der richtige Korb."
Trichet sagte auch, dass die Welt zwar Banknoten und Münzen abschaffen könnte, aber Kryptowährungen dafür nicht der richtige Weg seien.
Wie Cointelgraph im September berichtete hat auch der ehemalige EZB-Präsident Mario Draghi sich ähnlich wie Trichet geäußert. Draghi sagte, dass Kryptowährungen und sogar Stablecoins nicht als Geldersatz geeignet seien.
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