EZBs Spitzen: Bitcoin sei "nicht die Lösung für eine bargeldlose Wirtschaft"

Leitende Angestellte der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) sagten in einem Statement vom 13. März, dass Bitcoin "nicht die Lösung für eine bargeldlose Wirtschaft" sei.

In einem Kommentar anlässlich eines BIZ-Reports zu sogenannten "Central bank digital currencies" (CBDCs) fügten Benoît Cœuré und Jacqueline Loh hinzu, dass Banken Überweisungsoptionen verbessern und nicht zwangsläufig auf CBDCs zuzrückgreifen sollten.

Benoît Cœuré ist Aufsichtsratsmitglied der EZB und Vorsitzender beim BIZ-Komitee für Zahlungen und Marktinfrastrukturen und Jacqueline Loh ist Vorsitzende des BIZ-Zahlungsverkehrskomitees.

Bitcoin sei eine "Herausforderung", der man mit verbesserten Verbraucherangeboten im Überweisungsmarkt entgegnen sollte, behaupten die beiden und fassen zusammen:

"Trotz seiner vielen Schwächen beleuchtet Bitcoin alte Mängel in unserem aktuellen System: grenzübergreifende Massenzahlungen... Diese Zahlungswege sind aber prinzipiell sehr viel langsamer, weniger transparent und sehr viel teurer als innerstaatliche. Verbesserungen in diesem Bereich sind der beste Weg, der Herausforderung durch Bitcoin entgegenzutreten."

Sowohl der BIZ-Report als auch die Kommentare von Cœuré und Loh wagen sich nicht an das Thema Krypto-Regulierungen heran. Cœuré sagt jedoch voraus, dass dieses Thema in Zukunft "extrem im Fokus" der internationalen Gemeinschaft liegen werde.

Im Februar hatte Daniele Nouy, Leiterin des 2014 geschaffenen Einheitlichen Bankenaufsichtsmechanismus der EZB, im Gegenzug behauptet, dass dieses Thema "nicht ganz open auf der To-Do-Liste" stünde.

Blockchain bleibt das überwältigende Ventil für EU-Unterstützungen in 2018. Die Europäischen Kommission enthüllte erst im Februar die Gründung eines speziellen Blockchain-Observatoriums und gab auch letzte Woche weitere Details zu regulativen Plänen im Bezug auf jene Technologien und Fintech allgemein bekannt.