Ein Wirtschaftswissenschaftler der Harvard University sagte gegenüber CNBC am 6. März, dass Bitcoin 2018 “eher 100 Euro als 100.000 Euro” wert sein werde. In einem Gespräch mit Reportern in der politischen Talkshow des Netzwerkes, namens "Squawk Box", implizierte der Professor und Ökonom Kenneth Rogoff, dass Bitcoins Wert lediglich auf seinem Nutzen für "Geldwäsche und Steuerhinterziehung " basiere.
“Ich sehe ihn [den Wert] bei eher 100 Euro als 100.000 Euro in ein paar Jahren”, sagte er und fügt hinzu:
"Wenn man die Möglichkeit der Geldwäsche und Steuerhinterziehung abzieht, ist die tatsächliche Verwendung [von Bitcoin] als Transaktionsvehikel sehr gering."
Ragoff schließt sich damit jener kleiner werdenden Anzahl traditioneller Finanzvertreter an, die eine starke Anti-Bitcoin-Haltung beibehalten. Obwohl auch viele prominenter Neinsager, wie Jamie Dimon, der Geschäftsführer von JPMorgan, ihre negativen Meinung in den letzten Monaten umgekehrt haben, bleiben einige Skeptiker bestehen.
Letzten Monat behauptet Berkshire Hathaways Vizepräsident Charlie Munger in besonders strengem Ton gegenüber seinen Gästen während einer AGM-Rede, dass Bitcoin "absolut dämlich"sei und ihn seine Investoren“anwidern”.
Trotz der unterschiedlichen Perspektiven auf seine Preisentwicklung ist Bitcoins Implikation als Mittel für das organisierte Verbrechen in diesem Jahr stark in Frage gestellt worden. Zugegebenermaßen gab Europol diesen Monat an, dass knapp 5,5 Bio. US-Dollar pro Jahr via Krypto gewaschen werden. Dennoch ist Bitcoin bei den Tätern eher unbeliebt, da diese Währungen wie "Monero" vorziehen, die mehr Anonymität bieten.
Rogoff steht unterdessen alleine da mit der Behauptung, dass fortschreitende Regulierungen den Preis für Bitcoin nach unten drücken werden und nicht nach oben, während viele Kommentatoren aus der Industrie die regulatorischen Bemühungen willkommen heißen und als wichtigen Schritt auf dem Weg zu allgemeiner Akzeptanz und Adaption sehen.
Melde dich bei unseren Sozialen Medien an, um nichts zu verpassen: X, YouTube, Instagram und Telegram – aktuelle Nachrichten, Analysen, Expertenmeinungen und Interviews mit Fokus auf die DACH-Region.