Bitcoin ist so nah wie noch nie an dem Wendepunkt, an dem die Nachfrage das vorhandene Angebot übersteigt, wie eine neue Analyse feststellt.
In ihrem aktuellen „Weekly Crypto Report“ vom 26. März spricht die Analysefirma CryptoQuant entsprechend von einer „Liquiditätskrise auf der Verkäuferseite“, die sich anbahnt.
Report: Nur noch maximal 12 Monate bis zum Wendepunkt
In der Tat ist die Nachfrage nach Bitcoin in diesem Jahr schlagartig gestiegen, nachdem die in den USA die ersten „direkten“ Bitcoin-Indexfonds (ETFs) zugelassen wurden.
Die daraus resultierende große Nachfrage macht sich immer mehr bemerkbar und könnte laut CryptoQuant ab dem ersten Quartal 2025 den besagten Wendepunkt einläuten.
„Eine Rekordnachfrage in Kombination mit abnehmender Liquidität auf der Verkäuferseite hat dazu geführt, dass die vorhandene Liquidität von Bitcoin auf den tiefsten Stand überhaupt gefallen ist, was die Nachfrage angeht“, so der Report. Und weiter:
„Wir gehen davon aus, dass die vorhandene Liquidität auf der Verkäuferseite beim aktuellen Tempo nur noch knapp zwölf Monate reichen wird.“

CryptoQuant weist in diesem Kontext darauf hin, dass in der eigenen Analyse lediglich „ankaufende Wallet-Adressen“ – Adressen ohne ausgehende Transaktionen – berücksichtigt wurden, die Nachfrage könnte insgesamt also sogar noch höher sein.
„Wir berücksichtigen dabei nur ankaufende Wallet-Adressen, die im Grunde nur das untere Ende der Bitcoin-Nachfrage abbilden“, wie die Analysten dahingehend erklären.
Wenn nur die BTC, die auf amerikanischen Kryptobörsen verfügbar sind, betrachtet werden, würde das vorhandene Angebot sogar nur noch halb so lange reichen.
„Die verbleibende Liquidität reicht nur noch sechs Monate bei gleichbleibender Nachfrage, wenn wir die Bitcoin außerhalb der USA nicht miteinbeziehen. Wir schließen diese Kryptobörsen deshalb aus, weil die amerikanischen Bitcoin-ETFs nur BTC von amerikanischen Firmen kaufen werden“, so der Report.
Ältere BTC „wachen auf“
Ki Young Ju, der CEO von CryptoQuant, meint, dass diese Liquiditätskrise auf der Verkäuferseite unweigerlich dazu führen wird, dass ältere Teile der insgesamten Angebotsmenge „aufwachen werden“.
Damit spielt der Experte auf Coins an, die 2010 gemint wurden, seitdem stilllagen und nun plötzlich auf eine neue Wallet bewegt werden.

Ki hat bereits vor kurzem das Narrativ der Verknappung befeuert, als er Mitte März ebenfalls meinte, dass der dank der ETFs entstehende „Supply Squeeze“ nur noch sechs Monate entfernt ist.
Allerdings schwankten die Bitcoin-ETFs zuletzt in ihrer Wirkrichtung, so verzeichneten die Indexfonds im Gazen jüngst mehrere Wochen an Nettokapitalabflüssen – ein Trend der sich inzwischen wieder zum Positiven umkehrt.
So zeigen die Daten der britischen Investmentfirma Farside, dass am 25. März Nettokapitalzuflüsse in Höhe von 400 Mio. US-Dollar zu Buche standen, was zugleich der höchste Wert in den letzten zwei Wochen ist.

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