Die Korrelation zwischen Bitcoin und dem Aktienindex S&P 500 hat ein 2-jähriges Hoch erreicht. Dies ist unter Umständen jedoch ein schlechtes Zeichen für den Kryptomarkt.
Wie die Krypto-Marktforscher von Santiment am 20. März auf Twitter berichten, hat die Corona-Krise nicht nur dafür gesorgt, dass sowohl die Aktienmärkte als auch die Kryptomärkte in den Keller gegangen sind, sondern damit auch zur Folge gehabt, dass die Korrelation zwischen Bitcoin und dem Aktienmarkt momentan besonders hoch ist.
Laut Santiment bewegt sich die Korrelation zwischen der marktführenden Kryptowährung und dem Aktienmarkt ohnehin in zyklischen Abständen zwischen positiv und negativ, wobei die Corona-Krise diese Korrelation jetzt noch deutlich verstärkt hat:
„Durch die Pandemie sehen wir sehr ähnliche Bewegungsmuster, die im Gleichschritt passieren, da das Coronavirus nahezu alle Märkte in einen Angstzustand versetzt hat.“
Hohe Korrelation ist schlecht für Bitcoin
Jedoch weist Santiment darauf hin, dass die Daten der Vergangenheit zeigen, dass eine hohe Korrelation zwischen Bitcoin und S&P 500 bisher immer ein schlechtes Vorzeichen für die Kryptomärkte waren, da anschließend jeweils starke Abwärtstrends folgten. Nichtsdestotrotz ziehen die Krypto-Marktforscher daraus noch etwas Positives:
„Die darauffolgenden Aufschwünge werden üblicherweise durch eine Entzweiung zwischen BTC und S&P angekündigt. Wir bekommen also ein klares Zeichen für einen neuen Aufwärtstrend, sobald dieser Wert wieder Richtung 0 (oder darunter) geht.“
Stimmungsbild hat sich gedreht
Als es für Bitcoin Anfang des Monats rapide bergab ging, räumte der Krypto-Optimist und Galaxy Digital Geschäftsführer Mike Novogratz ein, dass das Vertrauen der Anleger in Bitcoin erschüttert wurde. In diesem Zusammenhang erklärte er:
„Bei Bitcoin ging es immer nur um Vertrauen [der Anleger]. Nur darum geht es bei Kryptowährungen. Und wie es aussieht, hat sich das globale Vertrauen in alles und jeden in Luft aufgelöst.“
Nichtsdestotrotz sind einige Krypto-Experten weiterhin optimistisch, besonders nachdem sich Bitcoin langsam wieder erholt hat. So prognostiziert Raoul Pal, der Geschäftsführer von Global Macro Investor, sogar, dass die Kryptowährung zum stillen Nutznießer der Krise werden könnte, weshalb er optimistischer ist als je zuvor.
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