Blockchain-Analyst von Beratungsfirma Conserve sieht Massen-Adaptation bei Bitcoin kommen

In einem Gastbeitrag für das Fachmagazin “Das Investment” vom 21. Januar beschreibt der Krypto-Experte Jörg Hermsdorf von der Blockchain-Unternehmensberatung Conserve anhand von vier Thesen, weshalb er bei Bitcoin in der Zukunft mit einer Massen-Adaptation rechnet.

Laut Hermsdorf ist der Zeitpunkt für ein Investment in Bitcoin momentan ideal. Der Einbruch der Kryptowährung um rund 90 Prozent von seinem Allzeithoch sei für Experten keine Überraschung und die hohe Volatilität bei der Preisentwicklung normal. Kleinanleger mit einem kurzen Investitionshorizont könnten diese allerdings mental nicht verkraften. Hermsdorf argumentiert:

“Der Versuch, mit einem Investitionshorizont von weniger als drei Jahren im Bitcoin-Markt schnelle Profite zu machen, ist und bleibt ein Glücksspiel”.

Investitionsstarke Anleger hätten aber bereits “im letzten Jahr begonnen, die Weichen für den Einstieg in diese neue, sehr liquide Asset-Klasse zu stellen”,  und neue Payment-Technologien wie das Lightning Network und die kontinuierliche Verbesserung der Aufbewahrungslösungen für Crypto-Assets ließen einen “überaus lukrativen Ausblick für die Anlage in Bitcoin zu”, so der Krypto-Experte.

Bitcoin habe sich “vor allem hinsichtlich Skalierung und Geschwindigkeit spürbar weiterentwickelt.” Das auf der Bitcoin-Blockchain aufbauenden Lightning-Network erlaube etwa bereits nahezu kostenfrei Sofort-Transaktionen und werde von Krypto-Experten bereits für echte Zahlungen genutzt, argumentiert Hermsdorf.

Deshalb erwarte der Conserve-Analyst auch, dass Bitcoin mit hoher Wahrscheinlichkeit “das Zahlungsmittel künftiger Generationen” werde, und erklärt:

“Wenn der Zeitpunkt kommt, an dem die ersten „Bitcoin-Teenager“ alt genug sind, ein eigenes Bankkonto zu beantragen und mit dem bürokratischen Prozess der Kontoeröffnung konfrontiert werden, wird sich vielen die Frage stellen, ob ihnen die Verwendung von Bitcoin bis dahin nicht vielleicht deutlich leichter fällt.”

Auch hinsichtlich eines möglichen Einsatzes von Bitcoin als Reservewährung in der Zukunft gibt sich Hermsdorf sehr optimistisch und begründet dies mit der künftig limitierten Geldmenge des Krypto-Tokens:

“Denn ab 2024 stellt Bitcoin dann infolge der regelmäßigen, alle 4 Jahre stattfindenden Halbierung der „Schürfmenge“ das „härteste“ Geld dar, dass der Mensch je geschaffen hat und könnte damit Gold als Wertspeicher Nr. 1 ablösen.”

Tatsächlich haben sich Horrorprognosen eines Kursverfalls von Bitcoin unter 1.000 US-Dollar im Jahr 2018 nicht bewahrheitet und die Kryptowährung scheint sich aktuell in einer Bodenbildungsphase zu befinden.