Bloomberg: Kryptowährungen nicht wirklich vergleichbar mit traditionellen Asset-Klassen, Zukunft unsicher

Bloomberg hat die Volatilität von Kryptowährungen, Handelsaktivitäten und die Korrelation mit anderen Vermögenswerten über einen Zeitraum von 16 Monaten detailliert untersucht. In einem Artikel, der am Mittwoch, den 2. Mai, veröffentlicht wurde, kommen sie zu dem Schluss, dass die bisherigen Erfolge von Kryptowährungen keine Garantie für die Zukunft darstellen.

Bloomberg stellt zunächst fest, dass Bitcoin (BTC) - und Krypto-Währungen im Allgemeinen - eine so extreme Volatilität aufweisen, dass sie derzeit nicht für die Bezahlung in Geschäften oder Gehältern geeignet sind. Der Artikel stellt fest, dass die einzigen nicht kryptobezogenen Investitionen, die in diesem Zeitraum von 16 Monaten eine ähnliche Volatilität wie Krypto gezeigt haben, ein südafrikanisches Unternehmen sind, das vor einem Buchhaltungsskandal steht, und eine russische Bank, die "Russlands größte finanzielle Rettungsaktion aller Zeiten" bekommen hat.

Angesichts der Dominanz von Bitcoin ist das Handelsvolumen und der Marktkapitalisierungsanteil exponentiell höher als bei allen anderen Kryptowährungen, im Gegensatz zu den traditionell gehandelten Aktien mit ihrer relativ gleichmäßigen Verteilung. Bloomberg zitiert den LDJ Capital Gründer David Drake als Hinweis darauf, dass der Handel in den kleineren Krypto-Währungen ähnlich wie bei VC-Investitionen im Frühstadium betrachtet werden sollte.
Bloomberg stellt auch dar, wie Kryptowährungen mit traditionellen Anlageklassen zusammenhängen, und kommt zu dem Schluss, dass die Beziehung, wenn überhaupt, derzeit schwach ist. Kryptowährungen neigten dazu, sich miteinander zu bewegen, mit Ausnahme des Dollar-unterstützten Tether, betont Bloomberg. Als letzten Punkt bringt Bloomberg die Tatsache zur Sprache, dass die hohen Renditen, die durch Initial Coin Offerings (ICO) möglich sind, aufgrund der zunehmenden staatlichen Kontrolle, wie die im März von der US Securities and Exchange Commission (SEC) bekanntgewordene Kryptowährungsprüfung, beeinträchtigt werden könnten. Da die Zukunft ungewiss ist, so Bloomberg, "sollten Anleger vorsichtig sein".

Gestern hat der Bankenriese Goldman Sachs angekündigt, einen Krypto-Handelsplatz zu eröffnen, nachdem die Bank mit Kundenanfragen "überschwemmt" worden war.

 

  • Folgen Sie uns auf: