Kalifornier verklagt AT&T wegen SIM-Swaps

Der in Kalifornien ansässige Seth Shapiro hat eine Klage gegen den Mobilfunkanbieter AT&T eingereicht, in der er behauptet, das die Mitarbeiter dazu beigetragen haben, einen SIM-Swap durchzuführen, der zu einem Verlust von 1,8 Mio. US-Dollar führte.

In der am 17. Oktober eingereichten Klage heißt es, Shapiro sei "ein zweimaliger, mit dem Emmy Award ausgezeichneter Medien- und Technologieexperte, Autor und außerordentlicher Professor an der School of Cinematic Arts der Universität von Südkalifornien." In der Klage wird behauptet, dass AT&T-Mitarbeiter zwischen dem 16. und 18. Mai den Zugriff auf das Mobiltelefon von Shapiro an externe Hacker weitergegeben haben:

„Die AT&T-Mitarbeiter haben sich unbefugt Zugriff auf das AT & T-Mobilfunkkonto von Mr. Shapiro verschafft, seine vertraulichen und firmeneigenen persönlichen Informationen [...] eingesehen und die Kontrolle gegen Geld an ein von Hackern kontrolliertes Telefon übertragen. [...] Die Hacker nutzten dann ihre Kontrolle über Mr. Shapiros AT&T-Mobilfunknummer, um [...] auf seine persönlichen und digitalen Finanzkonten zuzugreifen und mehr als 1,8 Millionen US-Dollar zu stehlen."

Alle Konten sind kompromittiert

Das Dokument besagt, dass diese Aktionen den Hackern den Zugriff auf Shapiros persönliche Konten über mehrere Kryptowährungsbörsen ermöglichten:

"Dritte verwendeten die Kontrolle über Mr. Shapiros AT&T-Mobilfunknummer, um auf die Passwörter für Mr. Shapiros Konten auf Kryptowährungsplattformen wie KuCoin, Bittrex, Wax, Coinbase, Huobi, Crytopia, LiveCoin, HitBTC, Coss.io, Liqui und Bitfinex zuzugreifen und diese zurückzusetzen."

Der Kläger behauptet auch, im Besitz von Chat-Protokollen zu sein, in denen Mitarbeiter und Hacker von AT&T besprechen, wie das gestohlene Geld weitergeleitet werden soll, und angeben, wie viel sie genommen haben.

Ein sich wiederholendes Szenario

Der Kläger behauptet auch, im Besitz von Chat-Protokollen zu sein, in denen Mitarbeiter und Hacker von AT & T besprechen, wie das gestohlene Geld weitergeleitet werden soll, und angeben, wie viel sie genommen haben. In der Beschwerde heißt es:

"Das wiederholte Versäumnis von AT&T, das Konto von Mr. Shapiro vor unbefugtem Zugriff zu schützen, verstößt gegen das Bundesgesetz."

Genauer gesagt wirft Shapiro AT&T einen Verstoß gegen den Federal Communications Act vor, da es die Vertraulichkeit seiner Kontoinformationen nicht schützt.

Er behauptet auch, dass der Telekommunikationsriese gegen mehrere Gesetze des US-Bundesstaates Kalifornien verstoßen habe, darunter das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb, das verfassungsmäßige Recht auf Privatsphäre und das Consumer Legal Remedy Act. Schließlich wirft Shapiro AT&T zwei fahrlässige Handlungen vor.

Insbesondere ist dies nicht die erste Klage gegen AT&T wegen SIM-Austauschs. Wie Cointelegraph am 27. Juli berichtete, wies der Bundesrichter, der den Fall Terpin gegen AT&T führte, die Klage zurück. Zu dieser Zeit war dies die neueste Entwicklung in einem Rechtsstreit, der sich mit Kryptowährungen befasste.