Regulatoren in Kambodscha erklären Krypto-Geschäfte ohne Lizenz als illegal

In Kambodscha wurde der Handel mit Kryptowährungen ohne eine Lizenz der relevanten Autoritäten gestern, am 19. Juni in einem offiziellen Statement für illegal erklärt.

Die gemeinsame Erklärung wurde erstmals am 11. Mai von der Nationalbank von Kambodscha (NBC), der Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde des Landes (SECC) und dem Generalkommissariat der Nationalpolizei verfasst und gestern auf der NBC-Website veröffentlicht:

"Die zuständigen Behörden verkünden, dass die Verbreitung, die Zirkulation, der Kauf, der Verkauf, der Handel und die Abrechnung mit Kryptowährungen ohne die Genehmigung der zuständigen Behörden illegale Aktivitäten darstellen."

Das Statement nennt einige Währungen wie “KH Coin, Suncoin, K Coin, One-coin, Forex coin” im Speziellen und stellt fest, dass diese ein substantiellen Risiko für die Öffentlichkeit und die "Gemeinschaft als Ganzes" darstellen. Wie Cointelegraph Anfang des Jahres berichtete, wird OneCoin seit geraumer Zeit und von diversen Stimmen als Ponzi-Schema verschrien.

Die Autoritäten führen die Risiken genauer aus; eine offensichtliche Schachstelle sei die Tatsache, dass die Ausgabe von Kryptowährungen "nicht durch Kollateral" abgesichert ist, ferner sind die anfällig für Cyberverbrechen, Preisschwankungen und fehlende oder unzureichende Investoren-Schutzmaßnahmen dank der pseudonymen Natur von Krypto-Transaktionen.

Die Autoritäten äußerten auch Bedenken über die mögliche Hilfe bei Geldwäsche-Aktivitäten und Terrorismusfinanzierungen, die ebenfalls durch die Pseudonymität von Krypto begünstigt werden.

Das Statement fordert die Öffentlichkeit auf, "vorsichtig" mit der Handhabung von Kryptowährungen zu sein, wenn zuvor keine Lizenz erworben wurde, da nicht-lizenzierte Aktivitäten mit Strafen "im Einklang mit anwendbaren Gesetzen" geahndet werden.

Anfang des Jahres berichteten die Lokalzeitung The Thnom Penh Post, dass die NBC im Dezember 2017 die Anweisung veröffentlicht hatte, allen inländischen "Banken und Mikrofinanzierungsinstitutionen" den Handel oder das Bewerben von Kryptowährungen zu verbieten. Der Bericht wies darauf hin, dass die Behörden des Landes zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch keine rechtliche Sicherheit geben konnten, da Kryptowährungen in einer "Grauzone" zwischen den Gerichtsbarkeiten des SECC und die NBC stecken geblieben waren.

Bereits im Jahr 2014 sagte die NBC, dass sie Bitcoin (BTC) nicht als Währung anerkennen, da der Coin nicht "von einer Zentralbank einer beliebigen Gerichtsbarkeit" ausgegeben wurde.

Im März dieses Jahres merkte die Assoziation der Südostasiatischen Nationen (ASEAN) in einer Pressemitteilung an, dass Kambodscha der Idee einer national ausgegebenen digitalen Währung doch zugänglicher sein könnte.

Laut dem Pressebericht war die kambodschanische Regierung mit der Untersuchung eines Krypto-Projekt namens Entapay beschäftigt, welches direkt mit dem von der venezolanischen Regierung zentral ausgegeben Coin Petro verglichen wurde.