Kanada: Vancouver will Bitcoin-Geldautomaten wegen Geldwäsche verbieten

Der Bürgermeister der kanadischen Metropole Vancouver hat ein Verbot von Bitcoin (BTC) Geldautomaten (ATM) angeregt, da diese Geldwäsche begünstigen könnten. Dies berichtet The Next Web am 5. Juni.

Vor dem Hintergrund steigender Geldwäsche will Bürgermeister Kennedy Stewart die Bitcoin-Geldautomaten als eine mögliche Ursache beseitigen und diese dementsprechend verbieten. Wie aus einem Polizeibericht hervorgeht, der The Next Web vorliegt, beabsichtigen kriminelle Personen, einen Bitcoin-Geldautomaten zu kaufen, um diesen mit ihren illegalen Geldern aufzufüllen und diese zu „waschen“.  

Den Strafverfolgungsbehörden von Vancouver wurden in diesem Jahr schon 840 Fälle mit Bezug zu Digitalwährungen gemeldet, was einer Verdreifachung zum Vorjahr entspricht. Gemeinsam mit der Nachbarstadt Richmond bemüht sich Vancouver um etwaige Maßnahmen, woraufhin die Provinz British Columbia nun angekündigt hat, tiefergehende Untersuchungen einleiten zu wollen.

Die Beobachter der Webseite CoinATMRadar haben in Kanada bisher 694 Krypto-Geldautomaten gezählt, wovon 76 allein in Vancouver aufgestellt sein sollen.

In Spanien wurden vergangenen Monat acht Personen festgenommen, denen vorgeworfen wird, illegale Gelder mit Kryptowährungen gewaschen zu haben. Die Beschuldigten sollen dafür Krypto-Geldautomaten genutzt haben, wobei sie gezielt kleinere Summen in Umlauf gebracht haben, um keinen Verdacht zu erregen.

Wie im Januar berichtet, hat der Krypto-Geldautomaten Betreiber Coinme eine offizielle Zulassung in den USA bekommen. Im Zuge dessen ist das Unternehmen eine Partnerschaft mit Coinstar eingegangen.