Capital: Nur jede siebte Kryptowährung hat überlebt

Ein Siebtel aller Kryptowährungen hat das Krisenjahr 2018 nicht überlebt, berichtete Capital am 22. Januar unter Verweis auf eine Untersuchung der Blockchain-Analysefirma Immutable Insight.

Demnach seien von den zuvor insgesamt über 2100 Kryptowährungen mittlerweile 1800 faktisch tot. Nur bei den restlichen untersuchten 300 Token konnte ein Preis und ein “rudimentäres Marktgeschehen” festgestellt werden, so Capital.

Dies lässt sich auch eindrucksvoll an der gesamten Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen ablesen. Anfang Januar 2018 hatte diese laut Capital einen Höchststand von 833 Milliarden US-Dollar erreicht. Ein Jahr später beträgt der Gesamtwert aller Coins zusammen nur noch rund 120 Milliarden US-Dollar.

„Nach dem Goldrausch 2017 hat sich der Markt konsolidiert“, wird Katharina Gehra, Geschäftsführerin von Immutable Insight in dem Artikel zitiert. Das sei jedoch „entscheidend, damit sich der Markt auf die Anwendungsfälle von Blockchain konzentriert, die wirklich Sinn machen“, so die Analystin weiter.

Die Blockchain-Technologie werde statt für reine Spekulation inzwischen für echte Anwendungen genutzt. Dies lasse sich, so Capital, an Ethereum ablesen. Laut Immutable Insight hätten 2018 58 Prozent aller Transaktionen auf der Ethereum-Blockchain aus Smart Contracts bestanden, während es 2017 nur 37 Prozent gewesen seien.

Die Analyse im Auftrag von Capital zeichnet bei Kryptowährungen jedoch noch ein drastischeres Bild als eine zuvor von dem Analyse-Portal 99bitcoins veröffentlichte Auswertung. Darin war von knapp 1000 Altcoins die Rede gewesen, die mittlerweile vom Markt verschwunden sind.