Bitcoin ist 2018 nicht „totzukriegen”, während knapp 1000 Altcoins „versterben“

Ein Rückblick auf das Krypto-Jahr 2018 zeigt, dass Bitcoin (BTC) 90-mal von einer Totsagung durch die Medien „auferstanden“ ist. Dies zeigen Daten des Analyse-Portals 99bitcoins.

In einer Kategorie namens „Bitcoin-Todesanzeigen“ (Obituaries) erfasst die Seite, in welchen Publikationen Bitcoin für tot erklärt wurde. Im vergangenen Jahr gab es fast 100 solcher Behauptungen, da das BTC/USD-Paar in einem regelrechten Crash vom Rekordhoch aus dem Dezember 2017 (20.000 US-Dollar) bis auf ein Tief von 3.130 US-Dollar im Dezember 2018 gefallen ist.

Im Vergleich dazu gibt es allerdings schon knapp 1.000 Altcoins, die aus verschiedenen Gründen gänzlich vom Markt verschwunden sind.

Auf der Seite Dead Coins („tote Coins“) wird unterschieden, ob die entsprechenden Kryptowährungen wegen Betrugs oder ähnlicher illegaler Aktivitäten ins Nirvana verschwunden sind, oder ob Projekte schlicht und einfach „verstorben“ sind. Allerdings können die Nutzer völlig frei eine solche Eintragung vornehmen.

Rechnet man die Anzahl der Coins zusammen, die laut Dead Coins zu den Toten gehören, dann ergibt sich eine Menge von 934. Die Anzahl der Kryptowährungen, die derzeit überhaupt von messbarem Wert sind, beträgt lediglich 2.073, wie CoinMarketCap zeigt.

Am 31. Dezember nannte der Bitcoin-Entwickler Jimmy Song die „Dezentralisierung“ als entscheidenden Erfolgsfaktor, der diesen von den Altcoins differenziert.

 „Bei Bitcoin können Unternehmer frei entscheiden, welche Innovationen von ihrem Geld finanziert werden, während bei den Altcoins meist zentrale Führungsstrukturen darüber entscheiden“, wie er in einem Blog-Eintrag ausführt.

Ein genauerer Blick auf die Einträge bei Dead Coins verrät allerdings, dass bei den einzelnen Coins Uneinigkeit bzgl. deren „Lebendigkeit“ herrscht.

So hat OneCoin, ein berüchtigtes Projekt, das schon von verschiedenen Regierungen als Schneeballsystem bezeichnet wurde, unter seinem Status als „toter“ Betrugs-Coin ein Kommentar verfasst, dass die Behauptung mit Beweisen und Fakten belegt werden sollten.

Letzte Woche hatte eine Studie des Wall Street Journals ergeben, dass hunderte von Krypto-Projektentwürfen auf betrügerische Aktivitäten schließen lassen, die unrealistische Renditen versprechen.