Darüber hinaus fordert die Celsius-Klage nicht weniger als 100 Millionen Dollar Schadensersatz "zuzüglich weiterer, im Prozess zu bestimmender Schäden" und Anwaltskosten.

Tether berichtet, dass Celsius in der Klage die Rückgabe von Bitcoin im Wert von ca. 2,4 Mrd. US-Dollar fordert. Öffentlich zugängliche Gerichtsdokumente zeigen jedoch, dass Celsius das Gericht konkret um eine Entschädigung in Höhe von 57.428,64 BTC bzw. dem entsprechenden Gegenwert in US-Dollar gebeten hat, zuzüglich Schadensersatz und Anwaltskosten.

Celsius verklagt Tether

In der Klage wird behauptet, dass Tether dem Unternehmen während des Insolvenzverfahrens von Celsius einen bestimmten Betrag an Tether geliehen hat (der Stablecoin des Unternehmens, der durch den US-Dollar gesichert ist). Als Gegenleistung für dieses Darlehen schickte Celsius Tether 39.542,42 BTC als Sicherheiten.

Als der Bitcoin-Kurs dann fiel, musste Celsius gemäß der Vereinbarung der beiden Parteien weitere Sicherheiten stellen, um eine Liquidation zu vermeiden.

Laut der Klage behauptet Celsius, dass Tether die BTC später zu einem Kurs liquidiert hat, der die Schulden fast genau abdeckt, ohne dem Unternehmen die Möglichkeit zu geben, zusätzliche Sicherheiten zu stellen.

Tether antwortet

Nach Ansicht von Tether ist die Klage allerdings unbegründet. Das Unternehmen bezeichnete das angestrebte Gerichtsverfahren als „Abzocke“ und versprach in einem kürzlich veröffentlichten Blogbeitrag, sich „energisch“ gegen „ungerechtfertigte Anschuldigungen“ zu verteidigen.

Tether gibt dahingehend zu bedenken, dass die Sicherheiten von Celsius nicht vertragswidrig liquidiert wurde, sondern Celsuis den Abverkauf beantragt hat, nachdem es sich entschieden hatte, keine zusätzlichen Sicherheiten zu stellen:

„Als Celsius sich entschied, keine zusätzlichen BTC zu stellen, wies es Tether an, die hinterlegten BTC-Sicherheiten zu liquidieren, um seine rund 815 Millionen USDT schwere Position bei Tether zu schließen.“

Während Tether also keinen Zweifel an seiner Entschlossenheit gelassen hat, die Klage zu bekämpfen, hat es zugleich schnell versucht, die USDT-Stakeholder zu beruhigen. Unter Berufung auf das konsolidierte Eigenkapital in Höhe von 12 Milliarden US-Dollar erklärte das Unternehmen, dass „selbst in dem unwahrscheinlichsten Szenario, in dem diese unbegründete Klage Erfolg haben wird, die Inhaber von Tether-Token nicht betroffen sein werden“.

Höhe der Verhandlungssumme noch unklar

Wie oben erwähnt, scheint der genaue Betrag, den Celsius anstrebt, fraglich zu sein. Die Zahl, die derzeit in der Krypto-Community berichtet und im Blogbeitrag von Tether genannt wird, beläuft sich auf 39.542,42 BTC, was einem Wert von etwa 2,4 Mrd. US-Dollar (Stand: 10. August) entspricht.

Laut Seite 28 der Klageschrift wollen die Kläger jedoch auch zwei andere Überweisungen aus demselben Zeitraum für ungültig erklären lassen.

Im Rahmen der Klage fordern die Kläger das Gericht auf, „die Beklagten zu verpflichten, den Klägern die 15.658,21 Bitcoin, 2.228,01 Bitcoin und 39.542,42 Bitcoin, die von den Klägern an die Beklagten übertragen wurden, zurückzugeben“ bzw. deren aktuellen Wert in US-Dollar.

Zusammen belaufen sich diese drei Überweisungen auf 57.428,64 Bitcoin. Mit Stand vom 10. August, bei einem Kurs von 60.627 US-Dollar pro BTC, will Celsius offenbar also rund 3,48 Milliarden US-Dollar in Bitcoin erstattet bekommen.

Darüber hinaus fordert die Celsius-Klage nicht weniger als 100 Millionen US-Dollar Schadensersatz „zuzüglich weiterer, im Prozess zu bestimmender Schäden“ und Anwaltskosten.

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