Bericht: Monatsvolumen bei zentralisierten Kryptobörsen im April gewachsen
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Zentralisierte Kryptowährungsbörsen haben im April dieses Jahres einen deutlichen Zuwachs beim gehandelten Volumen verzeichnet. Das geht aus dem aktuellen Exchange Review vom April 2019 des Krypto-Datenanbieters CryptoCompare vom 20. Mai hervor.

Unter den führenden Fiat-zu-Krypto-Plattformen stieg das monatliche Volumen insgesamt um solide 85 Prozent. Obwohl die große südkoreanische Kryptobörse Bithumb einen Volumenrückgang von 47 Prozent verzeichnete, war sie im April mit umgerechnet 15,2 Mrd. Euro insgesamt die Top-Börse nach Volumen.

Hinter Bithumb folgen laut dem Bericht Upbit und Bitfinex mit jeweils 7,8 Mrd. Euro (plus 20 Prozent) und 6 Mrd. Euro (plus 114 Prozent). Während Coinbase, Kraken, Bitstamp und Coinsbit im April ebenfalls einen Volumenanstieg verzeichneten, gab es bei der Kryptobörse Liquid laut CryptoCompare einen Rückgang.

Bei den Krypto-Krypto-Plattformen belief sich der durchschnittliche Volumenzuwachs auf 57 Prozent. Die chinesische Börse FCoin war - im Gegensatz zu den Vormonaten - mit 33,2 Mrd. Euro (plus 300 Prozent) die größte Börse nach monatlichem Volumen, gefolgt von OKEx und ZB mit jeweils 31,4 Mrd. Euro (plus 12,4 Prozent) und 29 Mrd. Euro (plus 18,8 Prozent).

Unter den dezentralen Börsen (DEX) war Ethermium im April mit 173,8 Mio.Euro die größte DEX auf dem Markt, obwohl es einen Volumenrückgang um 42 Prozent gab. WavesDEX kam auf 29,1 Mio. Euro (plus 3,5 Prozent), gefolgt von IDEX mit 28,1 Mio. Euro (plus 15,9 Prozent).

Dezentrale Plattformen machten nur 0,068 Prozent des globalen Spot-Börsenvolumens aus und lagen im April über den Monat betrachtet insgesamt auf 284 Mio. Euro, so CryptoCompare.

Ein weiterer Trend, der laut dem Bericht beobachtet wurde, war ein Anstieg des Börsenvolumens um 124 Prozent. Mittels eines Transaktionsgebühr-Mining-Modells beläuft sich die Summe für den April auf 103 Mrd. Euro. Dennoch verzeichneten die Börsen, die Nutzungsgebühren erheben, immer noch 315,3 Mrd. Euro (plus 30 Prozent). Mit 75,1 Prozent des Gesamtvolumens sind diese auch weiterhin die dominierende Gebührenart.

Wie im Januar dieses Jahres berichtet wurde, kam der Jahresbericht über Kryptowährungsbörsen für das Jahr 2018 vom Krypto- und Blockchain-Forschungsunternehmen TokenInsight zu dem Schluss, dass dezentralisierte Börsen 19 Prozent des globalen Börsenökosystems ausmachen. Das Handelsvolumen an dezentralisierten Börsen beträgt dabei weniger als 1 Prozent des Handelsvolumen an zentralisierten Börsen.

Diesen Monat hat der Kryptomarktkapitalisierungs-Webseite CoinMarketCap bekanntgegeben, dass sie Börsen aus seinen Berechnungen entfernen würde, wenn sie bis zum Juni nicht einige Pflichtangaben liefern. Zu dieser Entscheidung kam es aufgrund der jüngsten Kontroversen im Zusammenhang mit gefälschten oder künstlichen Volumen, die bei unregulierten Börsen in der Branche gemeldet wurden.