CEO des Krypto-Stadtprojekts gesteht Schuld ein

Morgan Rockcoons, auch bekannt als Morgan Rockwell, wurde in dieser Woche vor dem Bundesgericht von San Diego wegen zwei Anklagen in Verbindung mit Kryptowährung schuldig gesprochen. Rockcoons gestand, dass er zum einen Land für einen Krypto-Stadtprojekt namens “Bitcointopia” verkauft habe, welches er gar nicht besäße und zum anderen ein nicht lizenziertes Geldtranferunternehmen betreibt. Dies geht aus einem Bericht der Tageszeitung Los Angeles Times (LA Times) am 8. März hervor.

Laut dem Bericht erregte Rockcoons 2015 erstmals die Aufmerksamkeit der Strafverfolgungsbehörden mit seinen Bitcoin (BTC) Fiat Umtauschservice, die er online bewarb. Die LA Times berichtet, dass Unternehmen, die Krypto gegen Bargeld im Land eintauschen, gemäß US-Bundesgesetz als Geldsender beim Financial Crimes Enforcement Network zugelassen sein müssen.

Ende 2016 hatte sich ein verdeckter US-amerikanischer Agent angeblich als Hanföl-Hersteller präsentiert, der für BTC-Ausrüstung bezahlen musste. In seiner Plädoyervereinbarung gab Rockcoons bekanntermaßen zu, dass er dem Agenten etwa rund 8.200 Euro in Bitcoin für 12.900 Euro in bar überwiesen habe, wobei der Überschuss als Gebühr festgehalten wurde.

Laut dem Bericht startete Rockcoons während seiner Kautionszeit sein Kryptostadtprojekt Bitcointopia, eine Initiative, die als "das Wüstenkrypto-Königreich der Zukunft" bezeichnet wird. Während die Website des Projekts offenbar offline ist, ist eine Anzeige, die anscheinend das offizielle Twitter-Profil zeigt, im Umlauf. Darin heißt es, dass das Unternehmen einen Hektar Land in Nevada für 0,5 BTC (etwa 1.750 Euro) , zwei Hektar für einen BTC (etwa 3.500 Euro) und drei Hektar für 1,5 BTC (etwa 5.200 Euro) verkaufte.

Laut der LA Times befand sich das Land im Bezirk Elko, Nevada, aber die Staatsanwälte sagten, Rockcoons besaßen tatsächlich nur zwei Hektar Land in zwei nicht zusammenhängenden Grundstücken. Der Bericht behauptet, dass er 500 bis 1.000 Hektar große Parzellen angekündigt habe und der Verlust für die Anleger mindestens 40.571 Euro betragen habe.

Rockcoons droht Berichten zufolge bis zu 20 Jahre Gefängnis wegen Betrugs und bis zu 5 Jahren wegen des Betriebs eines nicht registrierten Geldtransfergeschäfts in den USA.

Wie Cointelegraph im Oktober vergangenen Jahres mitteilte, erklärte sich ein US-Bürger vor einem Bundesgericht ebenfalls schuldig, ein nicht lizenziertes Geldübertragungsunternehmen über LocalBitcoins zu betreiben.

Im Juni 2018 kamen die Nachrichten an Tageslicht, dass ein in Los Angeles ansässiger Händler, der unter dem Pseudonym "Bitcoin Maven" bekannt war, wegen ähnlicher Anschuldigungen strafrechtlich verfolgt wurde und angeblich ein nicht registriertes Bitcoin-Fiat-Geldtransfergeschäft im Wert von mehreren Millionen Dollar betrieben hatte, ebenfalls über LocalBitcoins.