LA-Händler für illegale Bitcoin-Fiat-Wechselgeschäfte vor Gericht

Ein Bitcoin-Händler in Los Angeles, Kalifornien, wurde strafrechtlich angeklagt, weil er angeblich ein nicht registriertes Bitcoin-Fiat-Geldübermittlungsgeschäft über mehreren Millionen Dollar betrieben hat, wie NBC LA gestern, am 11. Juni berichtete.

Unter ihrem Pseudonym "Bitcoin Maven" soll die fünfzigjährige Theresa Tetley mindestens 255.000 Euro pro Jahr mit ihrem Schwarzmarktgeschäft verdient haben, das zwischen 2014 und 2017 auf localbitcoins.com aufgeführt wurde. Die US-amerikanische Generalstaatsanwaltschaft hat angegeben, dass "Maven" im Laufe der Jahre zwischen 5,1 und 7,65 Mio. Euro gewechselt haben soll.

Der Fall gilt der erste seiner Art in Südkalifornien.

Tetley bekennt sich schuldig, ein nicht-registriertes Geldwechselgeschäft betrieben zu haben, das angeblich in Finanztransaktionen für Drogenschmuggelgeschäfte verwickelt war.

In den Gerichtsdokumenten wird Maven angeklagt, "einem Schwarzmarkt-Finanzsystem zuzuarbeiten [...] das absichtlich und bewusst außerhalb der regulierten Bankindustrie existierte."

Die Regierung plädiert für eine Gefängnisstrafe von 30 Monaten für das Verbrechen, während Tetleys Verteidiger eine verkürzte Haftzeit von einem Jahr fordern.

Die Staatsanwaltschaft fordert außerdem die Beschlagnahmung von 40 Bitcoins (circa 229.164 Euro bei Redaktionsschluss), zusätzlich zu den knapp 248.430 Euro und 25 verschiedenen Goldbarren, die am 30. März von den Strafverfolgungsbehörden beschlagnahmt wurden.

Die Ankläger haben die Strafverkündung vertagt, welcher für Montag, den 11. Juni angesetzt war. Der Ersatztermin muss noch bekanntgegeben werden.

Das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) des US-Finanzministeriums behandelt Krypto-Fiat-Geschäfte nach dem existierenden Gesetzesstandard für Geldwäscher.

Seit 2011 sind US-amerikanische Krypto-Händler und -Administratoren dem Bankengeheimnisgesetz (BSA) unterworfen. Im Jahr 2013 veröffentlichte FinCEN weitere Richtlinien, die festlegen, dass sich die Parteien als Gelddienstleistungsunternehmen (MSB) registrieren lassen und die Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) und eine Reihe von internen Sicherheitsmaßnahmen einhalten müssen , die Finanzverbrechen vorbeugen sollen.

  • Folgen Sie uns auf: