CFTC-Vorsitzender: Keine baldige Lösung für Krypto-Regulierung

Der Vorsitzende der US-Handelskommission für Rohstoff-Futures (CFTC) Chris Giancarlo sagte, dass er in naher Zukunft keine umfassende Krypto-Gesetzgebung auf Bundesebene sehe. Das geht aus einem Bericht von CNBC vom 30. April hervor.

In einem Interview am Montag hat Giancarlo darauf hingewiesen, dass die Gesetze, denen die CFTC unterliegt, im Jahr 1935 geschrieben wurden. Er sagte, dass es eine Weile dauern wird, bis man eine moderne Innovation wie Bitcoin in Begriffen, die vor Jahrzehnten erfunden wurden, begrüßen kann:

"Die Gesetze, denen wir unterliegen, wurden 1935 geschrieben... Und es ist oft schwer, sich diese Gesetze anzuschauen und herauszufinden, wo etwas so Neues und Innovatives wie Bitcoin und viele andere Kryptowährungen reinpasst. Wo ist ihr Platz in einer Regulierung, die vor Jahrzehnten geschrieben wurde... Wir sehen Elemente von Waren, die unserer Regulierung unterliegen, aber je nachdem, welche Regulierungen Sie betrachten, beinhaltet er verschiedene Aspekte von allem."

Er merkte an, dass die beiden US-Börsen CBOE und CME erfolgreich Bitcoin-Futures-Contracts betreiben. Giancarlo sagte, dass die komplizierte Natur von Bitcoin es schwierig mache, zu regulieren:

"...Bitcoin und viele andere virtuelle Währungen haben tatsächlich Elemente aus verschiedenen Anlageklassen. Er ist Zahlungsmittel und ein langfristiger Vermögenswert. Wir als Regulierungsbehörde haben uns jetzt erst damit auseinandergesetzt und es ist kompliziert. Und ich denke nicht, dass das sehr bald gelöst wird."

Giancarlo betonte, dass die wichtigste Tätigkeit einer Regulierungsbehörde darin bestehe, darauf zu achten, dass sich jeder auf dem Markt nach den vom Kongress festgelegten Gesetzen verhält. Er sagte, es werde vielleicht "in diesem Kongress oder in einem zukünftigen Kongress einen Versuch geben, mit dieser neuen Innovation umzugehen". Auf die Frage, ob er glaube, der Kongress sei in der Lage, die regulatorische Dissonanz im Kryptobereich zu lösen, antwortete er:

"...Eine Reihe von Kongressabgeordneten und Senatoren, mit denen ich gesprochen habe, haben sicherlich ein Interesse daran, das ganze mit anderen Augen und neuen Gedanken anzugehen. Ich denke, dass es auf dem Capitol Hill einen wachsenden Trend gibt, das alles nochmal zu überdenken."

Zuvor hatte der Kommissar der US-Wertpapier- und Börsenkommission (SEC) Robert Jackson den Initial Coin Offerings (ICO)-Markt als ein Paradebeispiel für einen unregulierten Wertpapiermarkt in Bezug auf den Verbraucherschutz bei ICOs bezeichnet.