Chhinesischer Blockchain-Fonds plant Yen-Stablecoin für Januar 2019

Ein chinesischer Unternehmer, der einen 1,28 Mrd. Euro schweren Blockchain-Fonds leitet, will bis zu drei neue, stabilisierte Kryptowährungen (Stablecoins), die an verschiedene Fiat-Währungen gebunden sind, auf den Markt bringen, wie die South China Morning Post am Dienstag, den 18. September berichtet.

Laut Yao Yongjie, dessen Grandshore Blockchain Fund von dem bekannten chinesischen Investor Li Xiaolai und der lokalen Stadtregierung Hangzhou gestützt wird, wird dies das erste Stablecoin-Projekt, das den japanischen Yen involviert.

Eine zweite Hongkong-basierte Firma namens Grandshores Technology, in dessen Vorstand Yao sitzt, will die Kryptowährung mit 100 Mio. Hongkong-Dollar (rund 11 Mio. Euro) finanzieren.

"Wir glauben, dass Kryptowährungshändler und Börsen potenzielle Abnehmer dieser Stablecoins sind", zitiert ihr die Post.

Die Partner des Grandshores Blockchain Fund hatten zunächst mit einer japanischen "Vermittler"-Bank über den Stabelcoin diskutiert, wobei Yao den Namen der involvierten Institution nicht bekanntgab.

Darüber hinaus scheinen auch Stablecoins, die durch Hongkong-Dollar oder australische Dollar abgesichert sind, im Bereich des Möglichen für den Fonds.

"Wir betreten die nächste Phase der Blockchain-Evolution, eine Phase, die vergleichbar ist mit dem Übergang des Betriebssystems von MS-DOS [Disk-Betriebssystem] zu MS-Windows ist", fuhr Yao fort.

Unterdessen hat China noch nie so hart gegen Kryptowährungen durchgegriffen, wie es derzeit der Fall ist; letzte Woche blockierten Autoritäten hunderte ausländische Webseiten und überprüften jegliche Aktivität, die aus Krypto-Werbemaßnahmen hindeutete.

Für den Fundraiser will Grandshores Technology den existierenden Stablecoin Tether (USDT) wirksam einsetzen, um Investoren von außerhalb China teilhaben zu lassen. Der Yen-Stabelcoin soll im Januar 2019 live gehen.