Terry Duffy, der Geschäftsführer der größten amerikanischen Derivatebörse CME Group, meint, dass Bitcoins begrenzte Umlaufmenge die Kryptowährung für Regierungen unbrauchbar macht. Die entsprechenden Äußerungen tätigte er am 25. März gegenüber der Nachrichtenplattform Business Insider.

Laut Duffy ist es für Regierungen von entscheidender Bedeutung, sich verschulden zu können, um zusätzliches Geld in Umlauf zu bringen und die Wirtschaft zu stimulieren. Da Bitcoin jedoch nur in begrenzter Menge verfügbar ist, ist dies nicht möglich. Dahingehend führt er aus:

„Regierungen funktionieren nicht, wenn sie keine Schulden machen können. Wenn sie nur so viel ausgeben können, wie sie auch einnehmen, dann können sie kein zusätzliches Geld in Umlauf bringen.“

Damit ist eines der wichtigsten Verkaufsargumente der meisten Kryptowährungen – die begrenzte Umlaufmenge – für Regierungen hinfällig. Des Weiteren meint Duffy, dass auch die Regierungsbehörden noch ihre Probleme mit den Kryptowährungen haben, da es sich schlichtweg um ein relativ junges Finanzinstrument handelt:  

„Ich denke, dass die Regierungsbehörden sich davor scheuen, Krypto-Produkten grünes Licht zu geben. Deshalb muss man den Aufsichtsbehörden einen Zulassungsantrag vorlegen, mit dem sie sich wohlfühlen. Allerdings ist es schwierig zu erreichen, dass sie sich mit so einem unerprobten Konzept wohlfühlen.“  

Dementsprechend sieht Duffy Stablecoins als die zukunftsträchtigste Version der Kryptowährungen an, da diese an konventionelle Währungen wie den Euro oder US-Dollar angebunden sind und deshalb ähnliche Eigenschaften besitzen.

Abschließend erneuert Duffy seine Prognose aus einem vorherigen Interview mit Bloomberg, in dem er schon im Februar gesagt hatte, dass Banken höchstwahrscheinlich nicht in die Kryptobranche eintreten werden, solange Regierungen Kryptowährungen nicht akzeptieren.

Auch immer mehr Krypto-Experten sind ebenfalls überzeugt davon, dass die sogenannten Stablecoins die beste Anwendungsmöglichkeit für Kryptowährungen sind. So haben beispielsweise die prominenten Winklevoss-Brüder schon ihren eigenen Stablecoin, den Gemini Dollar (GUSD), herausgegeben, da sie hierin die Zukunft der Branche sehen.

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