Coinbase führt erneut vollständige GBP-Unsterstützung für britische Kunden ein

Laut einer offiziellen Ankündigung vom 3. Oktober hat die US-amerikanische Kryptobörse Coinbase die GBP-Überweisungen für ihre britischen Kunden wieder aufgenommen.

Coinbase hat am selben Tag angekündigt, fünf neue Krypto-Assets – Basic Attention Token (BAT), 0x (ZRX), Augur (REP), Stellar (XLM) and XRP – hinzuzufügen.

Clearbank ist Berichten zufolge der neue Bankpartner von Coinbase

Coinbase hatte 2018 die GBP-Unterstützung eingeführt, nachdem die britische Finanzaufsichtsbehörde ihnen eine E-Geld-Lizenz für Fiat-Währungsgeschäfte erteilt hatte.

Parallel dazu erhielt das Unternehmen Zugang zum britischen Faster Payments Scheme (FPS), indem es ein Konto beim Londoner Bankengiganten Barclays eröffnete.

Ein Jahr später trennte Barclays die Beziehung zur Börse und verarbeitete GBP-Transaktionen der britischen Coinbase-Kunden erst Tage später.

Laut einem Bloomberg-Bericht vom 3. Oktober kommt die wieder aufgenommene GBP-Unterstützung von einem neuen Geschäft mit dem in London ansässigen Kreditgeber Clearbank.

Angesichts der Zugehörigkeit zum FPS von Großbritannien sollten die Clearbank-Dienste nun nahezu sofortige Überweisungen zwischen britischen Bankkonten und Coinbase-Geldbörsen ermöglichen, so Bloombergs Quellen.

Der CEO von Coinbase UK, Zeeshan Feroz, sagte, dass sowohl institutionelle Kunden als auch Privatkunden in Kürze GBP-Überweisungen in weniger als 60 Sekunden tätigen könnten. Er gab jedoch keine Auskunft über den Namen des neuen Bankpartners.

Überbrückung der Lücke zwischen traditionellem Finanzwesen und Krypto

Während sowohl Barclays als auch Coinbase sich geweigert haben, sich offiziell zum Ende ihrer Zusammenarbeit zu äußern, erklärte Feroz gegenüber Bloomberg:

"Es ist eine aufstrebende Branche, die weitgehend unreguliert ist. Die Herausforderung einer traditonellen Bank besteht darin, dass Krypto nicht in eines ihrer bestehenden Modelle für andere Branchen passt. Das Verständnis des Kryptoraums und des Risikomanagements erfordert erhebliche Investitionen und Ressourcen.“

In diesem Sommer analysierte ein Kommentator der Kryptoindustrie mögliche Gründe für die Entwicklung und stellte fest:

„Die Bankenbranche der alten Garde hat geholfen, die massiven Bankenvorschriften zu schreiben, damit Start-ups der regulatorischen Belastung nicht standhalten können. Das Problem ist, dass dies möglicherweise zurückgekehrt ist. Die Banken habeneinen so großen regulatorischen Graben um sich gezogen, dass keine Innovation möglich ist.“