Wirtschaftsberatung Accenture stellt DLT-Plattform zur Software-Verwaltung vor

Die internationale Wirtschaftsberatung Accenture bringt eine Distributed-Ledger (DLT) Plattform zum Einsatz, die für die Verwaltung und Nachverfolgung von Software-Lizenzen genutzt werden soll. Dies geht aus einer entsprechenden Pressemitteilung vom 12. November hervor.

Bei der Entwicklung der Plattform hat sich Accenture mit Digital Assets, einer amerikanischen Firma, die DLT-Produkte für Finanzinstitute bereitstellt, zusammengetan. Die neue App greift dabei auf DAML, die Smart-Contract Modellierungssprache von Digital Asset, zurück. Laut Pressemitteilung ist die Plattform dadurch in der Lage, den Weg von Software-Lizenzen vom Hersteller bis zum Käufer nachzuvollziehen.

Accenture betont in diesem Zusammenhang außerdem, dass die DLT-App großen Unternehmen ebenfalls dabei helfen wird, etwaige Strafen durch Verstöße bei eigener Lizenznahme zu vermeiden, indem Software-Einsatz und Verteilung transparenter werden.

Melanie Cutlan, Leiterin der Blockchain-Entwicklung bei Accenture Operations, erklärt weiter, dass das Unternehmen ein „breites Portfolio an Software-Lizenzen über verschiedenste Kunden, Geschäftsfelder und Regionen hinweg“ hält, weshalb es wiederum „passende Verwaltungspolitik und Maßnahmen braucht, die von der richtigen Technologie gestützt werden“. Dazu führt sie aus:

„Obwohl die Programme zur Verwaltung und Nachverfolgung von Software-Vermögenswerten (Lizenzen) besser geworden sind, ist es dennoch für jedes große Unternehmen eine Mammutaufgabe, diese zu managen.“

Die Technologie-Abteilung von Accenture hat sich zuletzt auf Blockchain konzentriert (eine Form der DLT), wobei diese in unterschiedlichen Bereichen zur Anwendung kommen soll. Das jüngste Projekt ist ein Tool, dass die Kompatibilität zwischen verschiedenen Blockchain-Plattformen erhöhen soll. Dabei sind Digital Assets und R3 Corda, nebst Hyperledger Fabric und Quorum von JPMorgan die jeweiligen Blockchain-Paare, die damit gemeinsam betrieben werden können.

Zusätzlich hat das Unternehmen im Juli ein Patent eingereicht, dass den Einsatz von Blockchain im eigenen Logistik-Netzwerk vorantreiben soll.