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Prashant Jha
Verfasst von Prashant Jha,Ehemaliger Redaktionsautor
Felix Ng
Geprüft von Felix Ng,Redakteur

Insolvenzgericht räumt Celsius Fristverlängerung für Umstrukturierung ein

Obwohl Celsius bereits im Juli Insolvenz beantragt hat, bekommt die Krypto-Sparplattform nun eine Fristverlängerung für ihre Umstrukturierung.

Insolvenzgericht räumt Celsius Fristverlängerung für Umstrukturierung ein
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Die zahlungsunfähige Krypto-Sparplattform hat vom zuständigen Insolvenzgericht eine Fristverlängerung bis zum 15. Februar 2023 für die Vorlage des benötigten Umstrukturierungsplans bekommen, der gemäß dem Chapter 11 Verfahren eingereicht werden muss.

Die Fristverlängerung kommt nach zwei Anhörungen am heutigen 6. Dezember, wie Celsius in einem offiziellen Tweet bekanntgegeben hat. Gleichsam hat die Sparplattform das Gericht um Erlaubnis für den Verkauf von Stablecoin-Vermögen gebeten, um die nötige Liquidität für die Weiterführung des Geschäftsbetriebes zu gewährleisten. Eine dahingehende Entscheidung soll nächste Woche folgen.

Celsius will den verlängerten Zeitraum nutzen, um das Geschäftsmodell neu aufstellen zu können:

„Wir werden prüfen, wie wir den Gewinn maximieren können, um für unsere Kunden und Stakeholder das beste zu erreichen.“

Celsius hatte die Fristverlängerung für die Umstrukturierung am 10. November beantragt, um bis zur Vorlage des offiziellen Plans schon entsprechenden Fortschritt vorweisen zu können. Ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 räumt insolventen Firmen in den USA die Möglichkeit ein, ihren Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten, um Gläubiger auszahlen zu können. Allerdings muss hierfür ein Umstrukturierungsplan vorgelegt werden.

Die Krypto-Sparplattform hatte am 13. Juni die Auszahlungen abgeschaltet und dabei auf die Krisensituation auf dem Kryptomarkt verwiesen. Einen Monat später wurde dann Insolvenz beantragt.

Die Krypto-Sparplattform weist eine Lücke in Höhe von 1,2 Mrd. US-Dollar im Insolvenzantrag aus, jedoch beläuft sich diese tatsächlich auf mehr als 2,85 Mrd. US-Dollar, wie sich im Nachhinein zeigte. Nutzergelder machen mit 4,72 Mrd. US-Dollar den Großteil der Verbindlichkeiten aus, während auf der Habenseite 600 Mio. US-Dollar in Form der firmeneigenen Kryptowährung CEL, 720 Mio. US-Dollar an Krypto-Geldern aus Mining und 1,75 Mrd. US-Dollar an sonstigen Krypto-Vermögen stehen.

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