Krypto-Zahlungen machen bei Pornhub weniger als 1% aus

Der kanadische Erotik-Konzern Pornhub hat offengelegt, dass weniger als 1% der Verkäufe auf der eigenen Plattform mit Kryptowährungen bezahlt werden. Dies berichtet Hard Fork am 28. September.

Trotz der niedrigen Anzahl an Abonnements die über Krypto abgeschlossen werden, sagte ein Pornhhub-Sprecher gegenüber Hard Fork, dass das Unternehmen „in naher Zukunft eine umfassende Annahme von Kryptowährungen und Blockchain auf der eigenen Seite erwarte.“

Im August hatte Pornhub eine Zahlungsmöglichkeit per Kryptowährung integriert. Dies lief in Zusammenarbeit mit dem Start-Up Zahlungsdienstleister PumaPay. Pornhub ist angeblich daran interessiert, innerhalb des nächsten Jahres eine auf Ethereum-basierende Zahlungsabwicklung einzubinden.

Die Kooperation mit PumaPay wurde eingegangen, nachdem man zuvor im April eine ähnliche Vereinbarung mit der Digitalwährung Verge (XVG) getroffen hatte. Über diesen Coin können die Pornhub-Nutzer die Premium-Mitgliedschaft abschließen und Käufe auf der Seite tätigen.

Ein Sprecher von PumaPay meinte zu Hard Fork, dass das Unternehmen dadurch mehr als 60 „Partner“, hauptsächlich innerhalb der Pornobranche, gewinnen konnte, die Interesse am Service von PumaPay hätten.

Die Erotik-Industrie ist proaktiv bei der Implementierung von Kryptowährungen als Zahlungsoption. Letzten Monat hatte das Portal Tube8 seinen Plan vorgestellt, eine Blockchain-basierte Plattform zu entwickeln, auf der die Nutzer Tokens (virtuelle Münzen) verdienen, während sie Videos auf Tube8 schauen und mit diesen interagieren. Das Ganze soll über den sogenannten Vice Industry Token (VIT) umgesetzt werden.

Im März hatte Playboy Enterprises angekündigt, eine eigene Wallet (Geldbörse für Kryptowährungen) entwickeln zu wollen, über die Kunden Online-Inhalte bezahlen können, wobei ebenfalls VIT unterstützt werden sollte. Die Krypto-Wallet sollte zuerst bei Playboy TV zum Einsatz kommen.

Allerdings lief das Projekt nicht wie geplant und im August reichte Playboy Klage gegen den kanadischen Entwickler ein, der mit der Einbindung von VIT auf der eigenen Plattform beauftragt war. Playboy warf Global Blockchain Technology Betrug vor und bezichtigte die Firma des Vertragsbruchs.

Im Januar hatte Cointelegraph berichtet, dass das weltbekannte Bordell „Bunny Ranch” überlegte, Bezahlung per Bitcoin (BTC) einzuführen, da einige gut betuchte Kunden dies wünschten.