Cryptopia wieder online, Guthaben zunächst auf Stand vor dem Hack

Kryptobörse Cryptopia, die kürzlich Opfer eines Hacker-Angriffes geworden war, hat ab sofort wieder ihre Webseite online geschaltet, vorerst allerdings nur im Lesemodus. Außerdem wurden die Guthaben der Nutzer zunächst auf den Stand vor dem Hack zurückgesetzt. Dies geht aus einer Twitter-Meldung vom 5. März hervor.

Vergangene Woche hatte Cryptopia angekündigt, dass die Kryptobörse ab dem 4. März wieder ihren Betrieb aufnehmen wollte, allerdings hat sich der Neustart nun um einen Tag verzögert.

In den jüngsten Tweets heißt es dahingehend, dass die Guthaben der Nutzerkonten auf dem Stand vom 14. Januar sind, noch ist also unklar, welche Nutzer von den Verlusten betroffen sind.

Cryptopia will nun auswerten, welche Kunden Schadensersatz erhalten sollen, genauere Details sollen aber erst zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden. Die Kryptobörse empfiehlt ihren Nutzern, unverzüglich ihre Passwörter und Sicherheitsabfragen zu ändern.

Nach dem 16 Mio. US-Dollar schweren Hacker-Angriff, der Mitte Januar durchgeführt wurde, war die Kryptobörse zunächst offline gegangen. Obwohl die neuseeländische Polizei Cryptopia am 13. Februar eine Freigabe zur Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeiten erteilt hatte, blieb die Webseite weiterhin im Wartungsmodus, da die Kryptobörse noch mit der Aufarbeitung des Hacks beschäftigt war.

Da es nicht bei dem einmaligen Angriff geblieben war, sondern da auch zwei Wochen später noch Gelder aus den Wallets der Kryptobörse gestohlen wurden, sah Cryptopia sich außerdem in der Pflicht, zunächst die Sicherheit der verbleibenden Vermögenswerte zu garantieren, ehe der Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen wird.

Am 3. März hat das Krypto-Projekt Ryo (RYO) ebenfalls eine Sicherheitslücke gemeldet, die durch einen Fehler im System von Monero (XMR) bedingt sein soll. Durch diesen Fehler können wohl betrügerische Einzahlungen an Kryptobörsen getätigt werden, wie es heißt. Hacker könnten somit beliebige Summen an XRM-Tokens platzieren, ohne dass diese wirklich existieren. Ein Patch soll das Problem nun schnellstmöglich beheben.