Die Nachfrage nach Rechtsexperten mit Blockchain-Kenntnissen ist laut Brian Burlant, Geschäftsführer von Major, Lindsey & Africa, der für Anwaltskanzleien und interne Rechtsabteilungen tätig ist, hoch. Dies berichtete das Rechtsportal Law.com am 17. April.

Laut Burlant haben Anwaltskanzleien Schwierigkeiten, mit den Anforderungen bei Kryptowährungen und in der Blockchain-Industrie Schritt zu halten, da es an passenden Experten fehle, welche die Technologie wirklich verstehen. Burlant sagte, dass sich viele Anwälte im Bereich Regulierung und Regierungshandeln spezialisieren.

Burlant stellte fest, dass "für Jurastudenten und Berufseinsteiger die Verbindung eines praktischen Geschäftsansatzes mit einem funktionierenden Verständnis der Technologie ein guter Weg" sei. Er empfiehlt ihnen außerdem, sich auf Blockchain und nicht auf Kryptowährungen zu konzentrieren, da die Blockchain "ein entscheidender Faktor sein" werde. Mary K. Young, eine Partnerin der Zeughauser Group, sagte:

"Ich denke, dass der Blockchain-Bereich gegen Ende 2017 bei Anwälten äußerst beliebt war, bevor Kryptowährungen dann abstürzten, und viele Anwälte, die in Krypto oder Blockchain arbeiteten, gingen unauffällig zu dem zurück, was sie zuvor getan hatten, genauso wie es im Silicon Valley in den 90er Jahren passierte."

Young wies auch darauf hin, dass das Datenschutzrecht erheblich an Bedeutung gewonnen hat und die meisten globalen und nationalen Unternehmen in den letzten fünf Jahren zusätzliche Fähigkeiten im diesem Bereich und auch bei Datensicherheit erworben haben.

Wie kürzlich veröffentlichte Prognosen zeigen, könnten die globalen Ausgaben für Blockchain im Jahr 2019 fast 2,9 Milliarden Dollar betragen, was einem Anstieg von 88,7% gegenüber 2018 entsprechen würde. Was die Ausgaben für Blockchain betrifft, soll der der Finanzsektor in diesem Jahr die führende Branche werden. Es wird außerdem erwartet, dass Banken, Investment-Firmen und Versicherungsdienstleistungen mehr als 1,1 Milliarden US-Dollar in Blockchain-Technologie investieren werden.

Eine kürzlich von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG durchgeführte Umfrage ergab zudem, dass die meisten Steuer- und Finanzmanager die Einführung der Blockchain-Technologie nicht in Betracht ziehen. Mindestens 60% der Befragten gaben an, dass sie Blockchain in ihrem Unternehmen einsetzen möchten, um einige sich wiederholende Aufgaben zu automatisieren. Dennoch nutzten 67% der Befragten die Technologie bislang nicht, während 27% sich nicht sicher waren, ob ihr Unternehmen sie einsetzte.

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