Cointelegraph
Adrian Zmudzinski
Verfasst von Adrian Zmudzinski,Redaktionsautor
Alex Cohen
Geprüft von Alex Cohen,Ehemaliger Redakteur

Verdacht auf Krypto-Geldwäsche: Niederländische Ermittler verhaften zwei Männer

Niederländische Steuerermittler haben zwei Männer wegen Verdachts auf Geldwäsche mit Kryptowährungen verhaftet.

Verdacht auf Krypto-Geldwäsche: Niederländische Ermittler verhaften zwei Männer
Nachricht

Der niederländische Steuerfahndungs- und Ermittlungsdienst (FIOD) hat zwei Männer wegen mutmaßlicher Geldwäsche mit Kryptowährungen verhaftet.

Laut einer Erklärung der Internationalen Steuerbehörde vom 18. Februar wurden die beiden Männer am 17. Februar im Zusammenhang mit zwei getrennten strafrechtlichen Ermittlungen zur Geldwäsche mit Hilfe von Kryptowährungen verhaftet. Beide Ermittlungen werden vom Nationalen Amt für schweren Betrug, Umweltkriminalität und Vermögensentzug geleitet.

Der Weg des Geldes

Einer der Verdächtigen war ein 45-jähriger Mann, der beschuldigt wird, 2,1 Millionen Euro gewaschen zu haben. Er soll große Einkäufe mit einer Krypto-Kreditkarte getätigt haben, welche die niederländischen Steuerbehörden nicht mit seinem Einkommen und Vermögen abgleichen konnten.

Außerdem soll er 10.000 Euro in bar abgehoben haben. Mehrere seiner Besitztümer wurden beschlagnahmt, darunter drei Kilogramm Gold, 260.000 Euro auf Krypto-Debit- und -Kreditkarten , ein Auto und Luxusgüter wie Uhren und Schmuck.

Der andere Verdächtige wird beschuldigt, 100.000 Euro gewaschen zu haben. Er soll den Krypto-Währungsmischdienst Bestmixer genutzt haben, die Behörden hatten aber die mit seiner Bitcoin-Adresse verbundene IP-Adresse identifizieren können.

Wie der Cointelegraph im Mai 2019 berichtete, haben die niederländischen und luxemburgischen Behörden zusammen mit Europol eine der drei größten Kryptowährungs-Mixer stillgelegt.

Kryptowährungen und Geldwäsche

Finanzregulierer auf der ganzen Welt gehen davon aus, dass Kryptowährungen und Geldwäsche in einem engen Zusammenhang stehen. Kürzlich hat die russische Zentralbank ein neues Regelwerk für verdächtige Transaktionen veröffentlicht, wonach jede Krypto-Transaktion im Großen als potentielles Geldwäscherisiko eingestuft wird.

Um die mit Kryptowährungen verbundenen Geldwäscherisiken zu reduzieren, haben die Schweizer Aufsichtsbehörden vor kurzem neue Regeln verabschiedet, mit denen die Schwelle für nicht registrierte Kryptobörsen-Transaktionen von 5.000 auf 1.000 Franken gesenkt wurde.

Cointelegraph verpflichtet sich zu unabhängigem und transparentem Journalismus. Dieser Nachrichtenartikel wird gemäß der Redaktionsrichtlinie von Cointelegraph erstellt und zielt darauf ab, genaue und zeitnahe Informationen bereitzustellen. Leser werden dazu ermutigt, Informationen eigenständig zu überprüfen. Lesen Sie unsere Redaktionsrichtlinie https://de.cointelegraph.com/editorial-policy