Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat in einem neuen Bericht dazu aufgerufen, die Innovationsfinanzierung in der Europäischen Union zu erhöhen, um die Führungsposition der Region im Technologiebereich zu stärken.

Am 24. Juli veröffentlichte die EIB den entsprechenden Bericht, in dem sie die „kritische Notwendigkeit“ hervorhebt, Investitionshemmnisse zu beseitigen, um Ersparnisse in Schlüsselbereiche des EU-Marktes zu lenken.

EU fördert Innovation

Der Bericht mit dem Titel „The Scale-up Gap: Financial Market Constraints Holding Back Innovative Firms in the European Union“ unterstreicht die Bedeutung größerer Investitionen in Scale-up-Unternehmen, um den technologischen Vorsprung der EU zu erhalten und im globalen Wettbewerb zu bestehen.

Daher wird die Schließung der Finanzierungslücke für diese Unternehmen als entscheidend für die Weiterentwicklung von Technologien in den Bereichen grüne Technologien, Künstliche Intelligenz (KI) und Quantencomputer angesehen.

Die EIB hat bereits im Juni 2021 einen ähnlichen Bericht mit dem Titel „Artificial Intelligence, Blockchain and the Future of Europe“ veröffentlicht, in dem sie dieses Thema im Zusammenhang mit den genannten Technologien hervorhebt.

Seitdem ist die EU eine der ersten Regionen der Welt, die ein solides Regelwerk für den KI-Sektor eingeführt hat, und hat zugleich begonnen, im Rahmen ihrer neuen Verordnung namens Markets in Crypto-Assets (MiCA) aktiv Gesetze zu Krypto und Blockchain zu erlassen.

In einem anderen Bericht vom Mai 2024 erklärte der Europäische Rechnungshof ebenfalls, dass die EU „das Tempo erhöhen“ müsse, um mit den weltweit führenden Unternehmen im Wettlauf um die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Gebiet der neuen Technologien wie der KI Schritt zu halten.

EU vor strukturellen Herausforderungen

Die EIB weist jedoch darauf hin, dass die begrenzte Größe und Tiefe der EU-Kapitalmärkte für innovative Unternehmen eine große Herausforderung darstellen, insbesondere in der Aufbauphase, wenn die Finanzierungsmittel knapp sind.

Dieser Mangel hat Berichten zufolge die Kapitalakkumulation, das Wachstum, die Produktivität und die Beschäftigungsmöglichkeiten von Unternehmen beeinträchtigt. Der Bericht spricht sich für eine Vertiefung der europäischen Kapitalmärkte, insbesondere des Risikokapitalmarkts, aus und hebt die erfolgreiche Bilanz der EIB-Gruppe bei der Unterstützung innovativer Unternehmen und der Verbreitung von Schlüsseltechnologien hervor.

Nadia Calviño, die Präsidentin der EIB, erklärte, man sei bereit, mehr zu tun, insbesondere um den Weg für eine echte Kapitalmarktunion zu ebnen, die eine der wichtigsten Prioritäten zur Förderung von nachhaltigem Wachstum und der Schaffung von Arbeitsplätzen darstellt.

Es wurde in diesem Kontext weiter hervorgehoben, dass die Risikokapitalinvestitionen in Europa deutlich niedriger sind als in den Vereinigten Staaten, was dazu führt, dass europäische Unternehmen im Vergleich zu ihren Pendants im Silicon Valley langsamer Kapital aufbauen.

Europäische Scale-ups stützen sich häufig auf ausländische Investoren, wobei die meisten Hauptinvestoren in Finanzierungsrunden von außerhalb der EU kommen. Dies führt dazu, dass lokale Firmen von ausländischen Unternehmen übernommen oder im Ausland notiert werden.

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