Bosch und IOTA kooperieren bei neuem IoT-Sensor

Der Elektronikhersteller Bosch geht eine Partnerschaft mit IOTA ein, um sein neues Internet der Dinge (IoT) Gerät mit dem IOTA-Datenmarkt zu verbinden, wie Bosch in einer Twitter-Mitteilung vom 12. November angibt.

Der IOTA-Datenmarkt ist ein dezentralisierter Daten-Marktplatz, auf dem die Teilnehmer den Zugang zu bestimmten Maschinendaten kaufen bzw. verkaufen können, dazu wird das sogenannte MAM-Verfahren (Masked Authenticated Messaging) eingesetzt. Laut einem Blogeintrag von Bosch ist MAM ein Kommunikationsprotokoll, über das Daten auf direktem Wege (Peer-to-Peer) verschlüsselt ausgetauscht werden können. Dadurch können die Marktteilnehmer „dem Inhalt und der Integrität der Daten vertrauen, ohne die genaue Herkunft zu kennen“.

Das neue Verbindungsgerät von Bosch, das Bosch XDK (Cross Domain Development Kit), ist ein „programmierbarer Sensor und eine Internet of Things Plattform“, die gleichzeitig als Knotenpunkt in einem Netzwerk fungieren kann. Das Gerät verbindet dazu verschiedenste Sensoren, Festplattenspeicher und Netzwerktechnologien, damit die Nutzer Daten in Echtzeit sammeln und diese wiederum auf dem IOTA-Datenmarkt verkaufen können.

Wie Bosch ausführt, gab es zuvor keinen offenen Quellcode (Open-Source), der Entwicklern ermöglicht hätte, das Bosch XDK mit dem IOTA „Tangle“ zu verbinden (Name des IOTA-Protokolls).

Tangle unterscheidet sich insofern von Blockchain, dass es nicht auf „Blöcke“ und Mining setzt, sondern stattdessen auf einen gerichteten azyklischen Graphen (DAG), durch den verschiedene Arten von Transaktionen gleichzeitig auf verschiedenen Ketten im Netzwerk abgewickelt werden können.

Das „XDK2MAM” Entwickler-Team hat den offenen Quellcode nun auch für die IOTA-Community zugänglich gemacht, um den Austausch zwischen dem XDK und Tangle zu fördern.

Wie im August berichtet, hat der japanische Konzern Fujitsu den Start eines IOTA-basierten Konzeptnachweises (PoC) für Buchungskontrollprozesse in der Fertigungsindustrie angekündigt. Das Unternehmen will das IOTA-Protokoll als „unveränderlichen Datenlagerungsmedium" für Prüfkettenprozesse in „industriellen Produktumgebungen und Lieferketten" nutzen.

Im Juni haben IOTA und Volkswagen gemeinsam einen Konzeptnachweis erbracht, der IOTA-Tangle in selbstfahrenden Autos einsetzt, wodurch Volkswagen per Tangle (drahtlos) neue Software-Updates einspielen kann, was ein System von „verbundenen Autos“ vorantreiben soll.

Letzte Woche hat die IOTA-Stiftung angekündigt, den IOTA-Token namens MIOTA in die Hardware-Krypto-Wallets der Firma Ledger einzubinden. Bei Redaktionsschluss hat MIOTA einen Kurs von 0,49 US-Dollar, was einem Tagesrückgang von 1,25% entspricht.