Enron-Prophet Chanos: Bitcoins 'Betrugszyklus' ist "Spekulation, die sich als Durchbruch maskiert"

Der Hedgefonds-Mogul Jim Chanos behauptet in einem neuen Interview mit Bloomberg am 4. Juni, dass Bitcoin "sich als technologischer Durchbruch maskiert". Chanos sagte, im Falle einer globalen Krise, wäre es "besser", Nahrung oder eine Regierung-gestützte-(Fiat)-Währung zu besitzen.

Als Sprecher vor dem Institut für neues ökonomischen Denken wurde er von diversen Mediendiensten zitiert, als er deutliche Warnungen vor jeglicher Art von Kryptowährung-Investment aussprach. Chanos gab bereits letztes Jahr öffentlich zu, dass er Bitcoin oder Blockchain-Technologien nicht verstehe.

"Wir befinden uns jetzt seit neun Jahren in diesem Bullenmarkt, genau wie damals in den 90ern, daher vermute ich, dass die Dinge langsam perkolieren", sagte er Bloomberg. Er bemerkte das steigende öffentliche Interesse an Bitcoin im letzten Jahr als einen Teil des "Betrugszyklus" und fügte hinzu:

"Es ist ein einfacher Wertpapier-Spekulationsspiel, verkleidet als technologischer Durchbruch in der Geldpolitik".

Chanos fügte hinzu, dass im Falle einer globalen Krise die Regierung mit Fiat-Währung als Kreditgeber letzter Instanz einspringen wird, eine Option, die mit Kryptowährungen aufgrund ihrer dezentralisierten Natur wegfällt.

"Für alle, die glauben, wir brauchen eine eigene digitale Währung als Wertaufbewahrungsmittel im schlimmsten aller Fälle, das ist genau der Punkt, an welchem eine digitale Währung am wenigsten funktionieren wird. Das letzte, was ich besitzen will, wenn alles den Bach runtergeht, ist Bitcoin."

Der bekannte Leerverkäufer, der den Fall von Enron voraussagte, stellt sich in die Reihen eines anwachsenden Haufens von Bitcoin-Neinsagern.

Der Geschäftsführer von Goldman Sachs Lloyd Blankfein, der Bloomberg im Dezember 2017 mitteilte, Bitcoin "ist nichts für mich", hat seitdem eine Politik der verstärkten Bitcoin-Exposition überwacht.

Auch der Geschäftsführer von Berkshire Hathaway Warren Buffet und der Vizepräsident Charlie Munger versuchen weiterhin unbeirrt, Bitcoin-Investition in zunehmend grotesker Sprache zu denunzieren, wobei Munger im letzten Monat Krypto-Trades mit dem Handel von "frisch geernteten Babygehirnen" verglich.