Stadt im US-Staat Washington: Einjähriges Verbot für neue Krypto-Firmen

Die Stadt Ephrata im US-Staat Washington, wird neue Krypto-Mining-Entwicklungen in der Stadt für die nächsten 12 Monate einstellen. Das geht aus einem Bericht der Tageszeitung aus Eastern Washington und North Idaho The Spokesman Review vom Freitag, 19. Oktober, hervor.

Der kürzlich angekündigte Stopp bezieht sich nur auf die Gründung neuer Kryptobetriebe in Ephrata. Die bestehenden vier Unternehen, die es dort bereits gibt, können ihren Betrieb fortsetzen. Laut Wes Crago, dem Stadtverwalter von Ephrata, werden diese vier Kryptounternehmen - zwei davon am Hafen von Ephrata, einer in einem Industriegebiet der Stadt und einer in einem Wohngebiet - derzeit verlagert.

Die Entscheidung für die Aussetzung wurde durch eine Abstimmung im Stadtrat getroffen. Sechs Ratsmitglieder stimmten dabei für die neuen Kryptowährungsregulierungen und nur ein Kommissar namens Matt Moore stimmte dagegen.

Moore erklärte, dass selbst ein vorübergehendes Verbot eine Bedrohung für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt darstellen könne, da die Industrie dadurch "nicht mehr die Expertise der Stadt genießen" könne. Er fügte hinzu, dass er "keine der großen oder kleinen wirtschaftlichen Chancen aufgeben" wolle.

Das Ratsmitglied Kathleen Allstot stellte klar, dass das neue Verbot nur eine einjährige "Pause" bedeutet, um zu sehen, "was vor sich geht" in der Branche. Außerdem soll ermittelt werden, inwiefern das Mining in Ephrata und im Bezirk der öffentlichen Versorger, dem sogenannten PUD, von Grant County passt.

Krypto-Mining-Unternehmen sind in den Städten des Columbia-Beckens aufgrund des günstigen Stroms in der Region immer beliebter geworden. Das Wachstum der Krypto-Mining-Entwicklungen in Ephrata hat jedoch einige Unannehmlichkeiten für die Anwohner mit sich gebracht. Einige sollen aufgrund der energieintensiven Kühlgeräte, die die lokalen Krypto-Miner dort betreiben, unter Stromknappheit leiden.

Diese jüngste Maßnahme, die Ephrata ergriffen hat, deckt sich mit den übrigen Regulierungen für den Krypto-Mining-Bereich, die eine Reihe von Städten innerhalb des Grant County PUD angenommen haben, so der Artikel. Neben der Aussetzung hat Grant Cities neue und ausreichend höhere Stromtarife für Kryptounternehmen entwickelt, die ab April 2019 gelten sollen.

Der Bundesstaat Washington ist Berichten zufolge einer der führenden Krypto-Mining-Standorte der Welt. Eine der größten Mining-Farmen, nämlich GigaWatt, ist im Staat angesiedelt. Der US-Bundesstaat bietet derzeit den billigsten Strom im Land. Umgerechnet verlangt er 8,30 Euro pro kWh für Privatpersonen und 7,31 Euro pro kWh für Unternehmen.

Ende Juli 2018 genehmigten die PUD-Kommissare von Franklin einen Zulassungsstopp. Das soll den Mitarbeitern etwas Zeit geben, um die Auswirkungen des Mining auf das elektrische System zu untersuchen, bevor sie Anträge auf eine Stromversorgung von Krypto-Mining-Unternehmen im ländlichen Washington annehmen.

Anfang April ordneten die PUD-Ratsmitglieder von Chelan eine Aussetzung des Kryptowährungs-Mining an, nachdem unerlaubte Mining-Aktivitäten entdeckt wurden. Bei diesen ging es um unerlaubte Mengen, die die Strafverfolgungsbehörden als Stromdiebstahl betrachteten. Im Januar berichtete Cointelegraph über die elektrische Infrastruktur von Douglas County in Washington, die unter dem Druck von Kryptowährungs-Minern stand.