Estnische Beratungsfirma: Krypto-Lizenzierung mit neuer Regulierung schwieriger

Das estnische Beratungsunternehmen Eesti hat in einer Pressemitteilung am 16. Mai behauptet, dass es immer schwieriger werde, eine Kryptowährungs-Lizenz in Estland zu erhalten.

Das estnische Finanzministerium hat am 3. Mai Änderungen am Lizenzierungsverfahren eingeführt. Die neue Regulierung umfasst eine nummerierte förmliche Verpflichtung, verlängert die Bearbeitungszeit von 30 auf 90 Tage und legt fest, dass eine Gesellschaft oder Niederlassung in Estland gegründet werden müsse.

Darüber hinaus müssen sich die eingetragene Geschäftsadresse und der Vorstand nun in Estland befinden. Auch die staatliche Gebühr für die Ausgabe der Lizenz wurde von 345 Euro auf 3.330 Euro erhöht. Martin Helme, der Finanzminister des Landes, erläuterte die Gründe für diese Änderungen:

"Wir haben unsere Lektion aus dem Bankensektor auf die harte Tour gelernt und wir müssen uns jetzt mit neuen internationalen Risiken befassen. Kryptowährungen gehören dabei zu den dringendsten."

Eesti behauptet, dass es angesichts der neuen Regulierung nun schwierig sein werde, eine Kryptowährungslizenz zu erhalten. Die derzeitigen Lizenznehmer sollen bis Ende des Jahres Zeit bekommen, um die neuen Anforderungen zu erfüllen. Andernfalls werde ihnen die Lizenz von der Regulierungsbehörde entzogen.

Wie Cointelegraph berichtete, kündigte das estnische Finanzministerium bereits im Dezember letzten Jahres an, dass es Änderungen an einem kürzlich verabschiedeten Finanzgesetz vornehmen würde, um die Krypto-Regulierung zu verschärfen.

Letzte Woche hat Cointelegraph ebenfalls berichtet, dass Deutschland plant, noch in diesem Sommer einen Regulierungsentwurf vorzulegen, der Blockchain-Anleihen erlauben soll.