Der Ethereum-Kurs ist erstmals seit Dezember 2021 auf über die psychologisch wichtige 4.000 US-Dollar-Marke geklettert.

Am 8. März ist Ether entsprechend von einem Stand von 3.873 US-Dollar über 24 Stunden mehr als 4 % nach oben geschossen – ein Zuwachs von 74 % im laufenden Jahr – um zwischenzeitlich ein 27-monatiges Hoch von 4.003 US-Dollar zu erreichen, wie die Daten von CoinMarketCap zeigen.
Die rasante Kursentwicklung von Ethereum wird dabei allen voran durch den Hype um das bevorstehende „Dencun“ Update und die Hoffnungen auf eine baldige Zulassung von Ethereum-Indexfonds (ETFs) durch die US-Börsenaufsicht SEC befeuert.

ETH konnte auf Grund dieser Rahmenbedingungen am 8. März seine Kletterpartie fortsetzen, während einige andere Altcoins einbrachen und Bitcoin zurück auf 68.000 US-Dollar abrutschte. Der Ethereum-Kurs ist – angetrieben durch das baldige Dencun Upgrade – schon länger auf dem stetigen Vormarsch in Richtung 4.000 US-Dollar.
Das Dencun Upgrade ist deshalb eine so wichtige Triebfeder, weil es als das größte Update für das Ethereum-Netzwerk seit dem Merge gilt. So soll Dencun gleich mehrere Ethereum Improvement Proposals (EIPs) aufspielen, darunter das viel beachtete EIP-4844, das erstmals sogenanntes „Proto-Danksharding“ erlauben würde.
Proto-Danksharding ist ein Mechanismus, der der Ethereum-Blockchain den Einsatz von Blobs ermöglichen und damit den Transaktionsprozess deutlich vereinfachen würde, denn durch die neue Technik könnte ein Teil der Daten außerhalb der Blockchain gespeichert werden, was für mehr Geschwindigkeit und geringere Kosten für Layer-2 Chains und Rollups sorgen würde, die auf Ethereum basieren.
Die Ethereum-Entwickler peilen für den Start von Dencun auf dem Mainnet den 13. März an.

Eine weitere treibende Kraft für die starke Kursentwicklung von ETH ist die weitreichende Hoffnung, dass die SEC bald auch „direkte“ Ethereum-Indexfonds (ETFs) genehmigen wird.
Obwohl die US-Börsenaufsicht ihre Entscheidung über entsprechende Anträge von BlackRock und Fidelity zuletzt aufgeschoben hat, hofft der Kryptomarkt auf eine baldige Genehmigung. Experten gehen davon aus, dass die Behörde zunächst alle eingegangen Anträge prüfen und dann auf einen Schlag zulassen wird, wie sie es am 10. Januar auch mit den beantragten Bitcoin-ETFs getan hat, damit keiner der Antragsteller bevorteilt bzw. benachteiligt wird. Die neue Frist für die SEC-Entscheidung ist auf den 23. Mai terminiert.
Bloomberg-Analyst James Seyffart ist zudem überzeugt davon, dass die SEC für Ethereum-ETF-Anträge deutlich weniger Bedenkzeit braucht als für die Bitcoin-ETFs. So meinte Seyffart bereits am 7. Februar auf X, dass der 23. Mai „das einzige Datum ist, das zählt“, was die mögliche Zulassung von Ethereum-ETFs angeht.

Angesichts des massiven Erfolges der Bitcoin-ETFs seit deren Einführung am 11. Januar wird erwartet, dass auch die Ethereum-ETFs ähnlich einschlagen werden und eine Menge neues Kapital in die zweitgrößte Kryptowährung spülen könnten.
So könnten allen voran die institutionellen Investoren auf diesem Weg ihre Investitionen in Ethereum erhöhen, sobald der Hype um das neue Rekordhoch von Bitcoin langsam abebbt, wie Siddharth Lalwani, CEO von Range Protocol, gegenüber Cointelegraph erklärt:
„Sobald die Aufmerksamkeit von Bitcoin auf einen möglichen ETH-ETF umschwenkt, wird die Liquidität im großen Stil wiederkommen und eine noch größere Kletterpartie einläuten. Alles in allem ist es also wohl nur eine Frage der Zeit, bis die institutionellen Investoren ihre Positionen in Etehreum ausbauen.“
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