Ethereum: Constantinople Hardfork für Mitte Januar geplant

Die Haupt-Entwickler von Ethereum (ETH) haben sich darauf geeinigt, die langersehnte „Constantinople“ Hardfork bei Block Nummer 7.080.000 durchzuführen, wie am 7. Dezember in einem der zweiwöchentlichen Entwickler-Treffen entschieden wurde.

Diese neue Entscheidung schließt an eine vorherige an, bei der man sich zuvor darauf abgestimmt hatte, die Constantinople-Aufspaltung bis Januar 2019 aufzuschieben, da es „Probleme bei der Konsensfindung“ mittels des neu zu implementierenden Verfahrens gegeben hatte, wie sich im Oktober bei einem Testlauf herausstellte.

Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Block-Zeit von 14,3 Sekunden und einer verbleibenden Anzahl von 234.431 Blöcken bei Redaktionsschluss, ergibt sich rechnerisch, dass das Upgrade ca. in 38 Tagen, also am 14. Januar 2019, eingespielt wird. Dies geht auf die Daten von Etherscan zurück.

ETH

Ethereums letzter Blockund und die benötigte Block-Zeit, Stand Redaktionsschluss. Quelle: Etherscan

Die anstehende Constantinople Hardfork umfasst fünf separate „Verbesserungsvorschläge“ für Ethereum, um den Übergang vom sogenannten Proof-Of-Work Verfahren zum effizienteren Proof-Of-Stake Verfahren zu erleichtern.

Die Aktualisierung soll die Funktionsweise der Ethereum-Blockchain grundlegend verändern, nachdem alle Nodes (Knotenpunkte) entsprechend synchronisiert sind.

Ethereum ist eine öffentliche Open-Source Blockchain, die mit sogenannten Smart Contracts arbeitet und die eigene Kryptowährung Ether als Transaktionsmittel benutzt. Am 30. Juli 2015 ist Ethereum an den Start gegangen und ist mittlerweile die drittgrößte Kryptowährung der Welt im Hinblick auf eine Marktkapitalisierung von 9,7 Mrd. US-Dollar. Der momentane Kursstand liegt laut CoinMarketCap bei 95,88 US-Dollar.

Vitalik Buterin, der bekannte Mitbegründer von Ethereum, hatte kürzlich von der Schweizer Universität Basel einen Ehrendoktortitel verliehen bekommen. Dieser wurde im zugesprochen, da er „außerordentliche Leistungen im Bereich der Kryptowährungen, Smart Contracts und bei der Gestaltung von dazugehörigen Institutionen“ erbracht habe.

Im November haben Analysten der amerikanischen Northeastern University und der University of Maryland angeprangert, dass die mangelnde Diversifizierung der Ethereum Smart Contracts für das gesamte Ökosystem der Blockchain problematisch ist.