EU-Regulierungsbehörden warnen Verbrauchen erneut vor "hochriskanten" Krypto-Investments

Die Europäische Aufsichtsbehörde (ESA) hat Kunden gewarnt, dass Kryptowährungen hochriskante Anlagegegenstände sind, die "deutliche Anzeichen einer Preisblase" aufzeigen. Das geht aus einer EU-weiten Verbraucherwarnung hervor, die am Montag, 12. Februar, veröffentlicht wurde.

Die ESA besteht aus der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA), der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) und der Europäischen Aufsichtsbehörde für Versicherungswesen und betriebliche Altersversorgung (EIOPA).

Das hohe Risiko, das mit der Investition in Kryptowährung verbunden wird, bedeutet laut der ESA, dass Investoren "einen großen Betrag oder sogar das gesamte investierte Geld verlieren" können:

"Die ESA warnt Verbraucher, dass VCs (virtuelle Währungen) hochriskante und unregulierte Produkte sind und als Anlage-, Spar- oder Vorsorgeprodukte ungeeignet sind."

Die Warnung, die auf der ESMA-Website veröffentlicht wurde, enthält einen Einführungsteil, der die Besorgnis darüber beschreibt, dass zu viele Menschen in Krypto investieren, ohne die Risiken vollständig zu kennen.

Die offizielle Warnung sprach ebenfalls die Tatsache an, dass nicht regulierte Börsen aufgrund ihrer Existenz außerhalb der globalen Finanzregulierung ungeschützt sind. Das bedeutet, dass die Verluste eines Kunden aus einem Ereignis wie einem Cyberangriff nicht durch EU-Recht gedeckt wären.

Die Warnung der ESA endet mit Ratschlägen für Anleger, um sich selbst zu schützen:

"Sie sollten nur Geld investieren, wenn Sie sich den Verlust von diesem auch leisten können."

Die ESMA hat bereits im November 2017 schon Kunden vor Initial Coin Offerings (ICOs) gewarnt und sich dabei auf die gleichen Gründe berufen. Nämlich das mangelnde Verständnis der Anleger und die Probleme mit unregulierten Finanzaktivitäten.

Die jüngste Warnung der ESA kommt heute, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) CNBC am 7. Februar mitgeteilt hatte, dass die Krypto-Regulierung "nicht sehr weit oben auf der To-Do-Liste steht". Am 8. Februar wiederum, bezeichnete ein Mitglied des EZB-Direktoriums Kryptowährungen als "Infektion" und "Verschmutzung" und rief zu einer vorbeugenden Regulierung auf.