Europäische Kommission geht mit Blockchain gegen online Falschmeldungen vor

Die Europäische Kommission (EK) hat vor kurzem Blockchain-Technologien als eine essentielle technologische Komponente im Kampf gegen falsche Informationen im Internet beschrieben, wie TechCrunch am Montag, den 30. April berichtete.

Die EK sieht Blockchain als kritische Komponente in der Entwicklung eines Konzepts, das "Code of Practice on Disinformation" - in etwa: Maßnahmen und Praktiken gegen Falschinformationen - genannt werden wird und im Sommer 2018 fertiggestellt sein soll.

Laut einer kürzlich erschienenen Pressemitteilung der Kommission, ist Blockchain eine der "aufstrebenden Technologien, die die Art und Weise verändern, wie Informationen produziert und verbreitet werden und das Potenzial haben, eine zentrale Rolle im Kampf gegen Falschinformationen auf lange Sicht hin zu spielen."

Die EK ist überzeugt, dass Blockchain-Applikationen für mehr Transparenz, Zuverlässigkeit und Nachverfolgbarkeit von Nachrichten im Internet sorgen können. Die Kommission fügt hinzu, dass die Distributed-Ledger-Technologien (DLT) mit weiteren Identifikationsprozessen kombiniert werden können.

"Innovative Technologien wie Blockchain können helfen, die Integrität des Inhaltes zu bewahren, die Verlässlichkeit von Informationen zu validieren und/oder deren Quellen, die Transparenz und Nachverfolgbarkeit zu erhöhen und das Vertrauen in Nachrichten im Internet zu stärken. Dies könnte mit der Nutzung von anderen verlässlichen elektronischen Identifikationsmaßnahmen, Authentifizierungen und geprüften Pseudonymen kombiniert werden..."

Der besagte Pressebericht folgte einem Report, der im März im von einer hochrangigen Expertengruppe (HLEG) der EK veröffentlicht wurde und der sich für mehr Transparenz auf online Plattformen ausspricht, um die Verbreitung von Falschmeldungen zu stoppen. Der nächste Schritt wird die Einführung des EU-weiten Code of Practice on Disinformation sein, der im Juli 2018 fertiggestellt sein soll.

Die Entwicklung von Blockchain-Technologien spielt auch eine wichtige Rolle in den Forschungsaktivitäten der Horizon 2020 Arbeitsgruppe für die Europäische Union (EU), deren Arbeit als "das größte EU-weite Forschung- und Innovationsprogramm aller Zeiten" bezeichnet wir.

Am 11. April hatte die EK die Unterschrift unter einer Vereinbarung für eine Blockchain-Partnerschaften zwischen 22 Ländern bestätigt. Der Vizepräsident der EK Andrus Ansip hatte die EU zuvor aufgefordert, aktiv die Blockchain-Entwicklungen zu unterstützen, um Europa zu einem Vorreiter der digitalen Innovation werden zu lassen.

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