Europäische Kommission fordert EU auf, eine "führende Rolle" für Blockchain-Entwicklungen einzunehmen

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission (EK) Andrus Ansip hat vor Kurzem  in einer Rede vom 10. April anlässlich des Digital Days 2018 in Brüssel Europa dazu aufgefordert, eine weltweite Vorreiterrolle im Bereich digitale Innovationen einzunehmen, indem Blockchain-Technologien angenommen und ebenso wie Artificial Intelligence (AI) gefördert werden.

Indem er die britische internationale Tech-Investment-Firma Atomico zitiert, argumentiert Ansip, dass Europa "das Zuhause einer weltweit führenden AI-Forschungsgemeinschaft" ist und im Bezug auf den technischen Sektor sei "Europa am besten für eine Vorreiterrolle positioniert", auch im Bereich Blockchain.

Während er die Notwendigkeit betont, eine weltweit führende Rolle im Bereich digitale Technologien einzunehmen, ruft er die EU-Kommission dazu auf, den Technologie-Sektor in Europa "sowohl politisch als auch finanziell" zu unterstützen. Der Vizepräsident betont, dass Regierungen der EU zu dem schnell wachsenden Blockchain-Technologie-Sektor beitragen müssen, der sich bereits "aus dem Labor heraus in die Menge" bewegt und fügt hinzu, dass die Region klare Gegenspieler hat:

"AI und Blockchain sind die Bereiche, in welchen Europa bestens für eine Vorreiterrolle positioniert ist. Allerdings ist es kein Geheimnis, dass wir weiter investieren müssen - sowohl politisch als auch finanziell. Wir müssen viel Boden gut machen. Andere Kontinente entwickeln sich schnell voran."

Ansip hebt wiederholt die Wichtigkeit finanzieller Unterstützung durch die EU-Regierungen hervor, da technologische Entwicklungen die richtigen Rahmenbedingungen und Infrastrukturen benötigen und "nichts davon umsonst sei".

"Damit der digitale Binnenmarkt für die Menschen und Unternehmen funktioniert, damit wir unsere digitalen Prioritäten vorantreiben können und um sicherzustellen, dass Europa ein digitaler Weltführer wird: brauchen wir harten Cash", sagt der EK-Vizepräsident geradeheraus.

Im März hatte die EK ihre Pläne für ein gemeinsamen, regulatorisches Rahmenwerk für Fintech offengelegt, das auch Crowdfunding und Standards für Blockchain-Technologien betreffen wird. Zuvor am 1. Februar hatte die Kommission auch die Einführung eines EU-Blockchain-Observatoriums und -Forums verkündet, die Distributed-Ledger-Technologien, wozu auch Blockchain zählt, in die Wirtschaft des Blocks einführen sollen.