Der ghanaische Künstler Kojo Marfo, der eine Weile in New York gearbeitet hat und heute in London lebt, bringt eine NFT-Kollektion heraus. Er ist in der Kleinstadt Kwahu aufgewachsen, die vier Stunden von der ghanaischen Hauptstadt Accra entfernt ist.
Schon sehr früh hat er sich für Pablo Picasso begeistert. In den Werken des legendären Künstlers ging es oft um Artefakte und Masken, daher ist er eine der größten Inspirationen für Kojo. Die NFT-Serie soll im Laufe des Aprils im Rahmen einer Zusammenarbeit mit der JD Malat Gallery erstellt werden.
Cointelegraph hat mit Kojo in einem exklusiven Interview über seine NFT-Vision, seine Inspirationen und seine künstlerische Botschaft gesprochen.
Treffen mit dem Künstler Kojo Marfo
Cointelegraph: Hallo Kojo, erzähle uns ein wenig von dir und der Botschaft, die du mit deinen Werken vermitteln willst.
Kojo Marfo: Mit meinen Werken versuche ich, soziale Probleme in den Fokus zu rücken. Ich spreche über die Gesellschaft, bringe verschiedene Ideen und Perspektiven ein. Das ist meine Art, mit der Welt zu kommunizieren. Für mich ist Kunst ein Mittel zur Kommunikation in großem Stil.
CT: Wie bist du zur Kunst gekommen und was ist deine Inspiration?
KM: Pablo Picasso hat mich sehr stark inspiriert. Ich mag es, wie er die Kunst genutzt hat, um soziale Probleme anzusprechen. Er hat auch sehr gerne afrikanische Kunst gesammelt und hat es geschafft, afrikanische Kunst mit europäischer Kunst zu kombinieren. Picasso hat mich dazu angeregt, meine eigene ghanaische Kultur kennenzulernen und zu entdecken.
Kombiniere nun auch gerne Aspekte der europäischen Kunst mit afrikanischer Kunst. Neben Picasso haben mich auch viele andere europäische Künstler beeinflusst. Zum Beispiel Fernand Léger, der mit seiner Farbverwendung die Schönheit besonders betonte. Ich war besonders von der Qualität einer Ausführung fasziniert.
CT: Was sind große Themen, die deine Werke inspirieren?
KM: Ich hole mir Inspiration für meine Arbeit aus allen möglichen Dingen, seien es aktuelle Ereignisse oder gesellschaftliche Probleme. Ich mag es auch, Dinge hervorzuheben, die gut laufen. Es ist nicht alles immer nur schwarz. Kunst ist meine Art, Verbindungen zu schaffen und mit anderen Leuten auf der ganzen Welt zu interagieren.
Partnerschaft mit JD Mallat
CT: Kannst du uns etwas über deine Begegnung mit der JD Malat Gallery erzählen?
KM: Während des Lockdowns bot die JD Malat Gallery Künstlern aus Großbritannien die Möglichkeit, ihre Arbeiten vorzustellen, und die Chance, in die Galerie aufgenommen zu werden. Über 1.000 Künstler konnten dabei ihre Werke präsentieren.
Meine Arbeit fiel ihnen sofort ins Auge. Die Art und Weise, wie die Farben angeordnet sind, und mein Ansatz hinterließen bei allen Sponsoren der Galerie einen bleibenden Eindruck. Heute werde ich ausschließlich von der JD Malat Gallery vertreten.
Nach Ausstellungen in der Türkei, in China, in Barcelona und auch Miami wird die nächste Ausstellung in New York stattfinden.
Über NFTs
CT: Was glaubst du, wie sich NFTs in der Kunst entwickeln werden?
KM: Die Gesellschaft entwickelt sich weiter. Heutzutage möchte jeder Token und Kryptowährungen kaufen. Ich möchte die NFT-Technologie nutzen, um neue Leute zu erreichen, die investieren wollen und sich für die Kunstwelt begeistern. Dies ist eine neue Art der Kommunikation für uns Künstler.
Die Grundidee bei der Erstellung dieser NFT-Kollektion ist vor allem, durch die Digitalisierung eine neue Art der Verbindung zu schaffen.
CT: Wie siehst du das NFT-Phänomen im Allgemeinen?
Die NFT-Technologie ist ein neues Werkzeug in der Kunstwelt, das die Welt verbindet. Das ist eine Bewegung, die wahrscheinlich für eine lange Zeit nicht wegzudenken sein wird.
KM: Für die JD Malat Gallery ist das eine Möglichkeit, neue Chancen zu eröffnen und bestehende Grenzen zu überschreiten. Damit hat man auch die Möglichkeit, mit Communities zusammen etwas aufzubauen und genreübergreifend zu arbeiten. Es ist allerdings auch etwas Geheimnisvolles an der Entwicklung dieser Technologie. Das könnte die Öffentlichkeit in Bezug auf deren disruptives Potenzial und Komplexität etwas verunsichern.
CT: Inwiefern kann ein Künstler mit NFTs seine Werke präsentieren?
KM: Die NFT-Serie ist eng mit den physischen Werken verbunden. Für mich bedeutet das die Möglichkeit, meine eigene Kunst mithilfe von Technologie zum Leben zu erwecken. Es wird insgesamt 250 Merkmale geben, die mithilfe eines Algorithmus so verteilt werden, dass jeder NFT in der Sammlung einzigartig ist. Es ist spannend, wenn ich mir vorstelle, dass die Technologie eine neue Lösung mit meinen Werken, die von meiner ghanaischen Herkunft inspiriert sind, als Basis bieten kann. Besitzer können so ganz neue und originelle Kreationen erstellen. Das ist der Beginn eines neuen Abenteuers!
Die NFT-Serie
CT: Was macht deine NFT-Sammlung so besonders?
KM: Die NFT-Sammlung baut auf drei Säulen auf. Die erste Säule ist die künstlerische Vision. Mein Ziel ist es, meine Werke durch neue Verbindungen sichtbarer zu machen.
Die zweite Säule umfasst den karitativen Aspekt. Ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf dieser Kollektion wird für wohltätige Zwecke gespendet. Es ist mir wichtig, Kindern auf der ganzen Welt oder Leuten zu helfen, die sich möglicherweise in schlimmen Lebenslagen befinden, etwa als alleinerziehende Mutter.
Das Wichtigste für uns ist, dass wir volles Vertrauen zur Wohltätigkeitsorganisation haben, mit der wir zusammenarbeiten, sodass wir sicher sein können, dass die Spenden auch wirklich bei den betreffenden Personen ankommen.
Bei der dritten und letzten Säule geht es darum, durch diese Sammlung eine starke Verbindung zwischen der realen und der digitalen Welt herzustellen. Heute ist es für den Durchschnittsbürger sehr schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, eines meiner Werke zu kaufen. Gerade NFTs sind dank ihrer digitalen Natur ein großartiger Weg, um Kunst einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Das eröffnet auch die Möglichkeit, ein neues Publikum zu erreichen, dass etwa noch nie eine Kunstgalerie besucht hat.
CT: Auf welchen Blockchains werden die NFTs geprägt?
KM: Die NFTs werden auf der Ethereum-Blockchain geprägt, auf der sich die meisten dezentralen Anwendungen und Krypto-Investoren befinden.
CT: Kojo, was möchtest du zukünftigen Sammlern mit auf den Weg geben?
KM: Nutzen Sie eure Chance, nachzudenken, sich hinzusetzen und zu reflektieren. Ich sende meine Hoffnung an all jene, die das brauchen, um nicht vom Glauben abzufallen. Kunst kann uns bei unserem Widerstand helfen.
Fazit
Der Künstler Kojo Marfo sendet mit dieser neuen NFT-Serie eine starke Botschaft. Er will die Kunstwelt verändern, indem er sie zugänglicher macht, um seine Botschaft der Hoffnung auf der ganzen Welt verbreiten zu können. Das ist die Gelegenheit, sich einer starken Community anzuschließen, die durch die künstlerische Vision viel wert ist und von der traditionellen Kunstwelt anerkannt wird. Auf dem Twitter-Account zur Kollektion, die im April herauskommen soll, finden Sie alle Informationen zu dieser neuen NFT-Serie.
Erfahren Sie mehr über die NFT-Kollektion von Kojo Marfo
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