Facebook-Quellen: Stablecoin-Whitepaper kommt am 18. Juni

Mehrere Quellen sagen, dass Facebook voraussichtlich am 18. Juni seinen Stablecoin auf den Markt bringen wolle, wie das IT- und Fintech-Magazin TechCrunch am 6. Juni berichtete.

Personen, die mit den Plänen vertraut sind, sollen gegenüber dem Magazin die Vermutungen weiter bestärkt haben, die derzeit um das Unternehmen kursieren, dass das geheimnisvolle Kryptowährungsprojekt diesen Monat erscheinen soll.

Zuvor kamen Gerüchte auf, laut denen es bis zum Jahr 2020 dauern würde, bis Facebook sein Produkt, das sich auf Überweisungen konzentrieren soll, auf den Markt bringt.

"Derzeit ist die Veröffentlichung eines Whitepapers am 18. Juni geplant, in dem die Grundlagen der Kryptowährung erläutert werden", so TechCrunch.

Diesen Termin hat auch von Laura McCracken, der Leiterin für Finanzdienstleistungen und Zahlungspartnerschaften in Nordeuropa bei Facebook, genannt, die in einem Interview mit dem deutschen Finanzmagazin Wirtschaftswoche diese Woche erklärte, dass der Stablecoin nicht nur an den US-Dollar gekoppelt sein werde.

"Der Wert des Facebook Coin wird mit einem Korb von Fiatwährungen gesichert", sagte sie gegenüber dem Magazin.

Facebook hat mit seinen Gerüchten über den Einstieg in den Zahlungssektor branchenweit für Aufsehen gesorgt. Nicht nur die Social-Media-Plattform, sondern auch die Schwesterunternehmen WhatsApp und Instagram wären dabei, wie Führungskräfte erklärten.

Die Kritik an solchen Projekten lässt jedoch nicht lange auf sich warten. Zuletzt hat die US-Ratingagentur Weiss Ratings in einem Blogbeitrag zu diesem Thema behauptet, dass das letztendliche Ziel von Technologieunternehmen nicht darin bestehe, die Attraktivität von Kryptowährungen zu steigern, sondern den Banken Geschäfte wegzunehmen.

"Bitcoin und andere Kryptowährungen sind nun in einem langfristigen Bullenmarkt. Und ein wichtiger Grund dafür ist ihr großes Potenzial, das Finanzsystem, wie wir es heute kennen, grundlegend zu verändern", so der Entwickler Juan Villaverde.

"Dennoch sehen viele Analysten das nicht so. Sie denken, dass es Anwendungen wie Apple Pay, Google Pay und Alipay sind, die das globale Finanzsystem herausfordern und sogar Banken durch ihre neuen Zahlungsplattformen ersetzen könnten". Im Post hieß es:

"Ich glaube, das ist eine weit verbreitete Illusion. Wenn man ehrlich ist, ersetzen sie keine Banken; sie werden zu Banken."