Ehemaliger Weltbank-Chefökonom: Bitcoin wird aufgrund stärkerer Regierungsregulierung versagen

Drei große amerikanische Ökonomen haben sich heute, am 9. Juli, in einem Interview mit Financial News negativ über die Überlebenschancen von Bitcoin (BTC) geäußert.

Joseph Stiglitz, Kenneth Rogoff und Nouriel Roubini sind der Meinung, dass Bitcoin als Währung scheitern wird. Sie kritisierten dabei das Fehlen eines Eigenwertes und die Kursvolatilität der Kryptowährung.

Stiglitz, Nobelpreisträger und Professor an der Columbia University, kritisierte insbesondere die Anonymität von Bitcoin, die der Idee der Schaffung eines "transparenten Bankensystems" widerspreche.

Kryptowährungen wie Bitcoin ermöglichen "schändliche Aktivitäten", die "keine Regierung zulassen kann", so der Ökonom. Stiglitz behauptete weiter, dass die globalen Finanzaufsichtsbehörden noch nicht strenger gehandelt hätten, weil der Kryptomarkt noch relativ klein sei:

"Sobald der Kryptowährungsmarkt bedeutend wird, werden sie den Hammer benutzen."

Rogoff - der ehemalige Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF), ein Professor der Harvard Universität sowie ein professioneller Schachspieler - bekräftigte nochmals seine kritische Haltung gegenüber Bitcoin und behauptete, die Top-Kryptowährung werde in zehn Jahren auf einen Wert von bis zu 85 Euro sinken. Er sprach auch über das Engagement der Regierung im Kryptobereich und warnte davor, dass die "Machthaber" sich um die Regulierung "anonymer Transaktionen" kümmern würden.

Roubini, der NYU-Ökonom, auch bekannt als "Dr. Doom", der Berichten zufolge die Finanzkrise 2008 vorhersagte, war der Meinung, dass Bitcoin "keine" der Eigenschaften von Geld hat. Roubini kritisierte auch die Volatilität von Bitcoin, indem er auf ablehnende Weise bemerkte, dass Bitcoin "nicht einmal auf Bitcoin-Konferenzen akzeptiert wird, und wie kann etwas, das an einem Tag um 20 Prozent fällt und am nächsten Tag um 20 Prozent steigt, ein stabiler Wert sein?

Wie Stiglitz im heutigen Interview andeutete, haben einige Regierungen weltweit explizite Aussagen über Krypto als ein Phänomen gemacht, das, zumindest bei seinen derzeitigen Volumina, das traditionelle Finanzwesen nicht bedroht.

Gestern sagte die koreanische Zentralbank, die Bank von Korea (BOK), ebenfalls, dass Krypto-Vermögenswerte angesichts ihres "nicht wirklich großen" Volumens im Vergleich zu anderen Aktienmärkten keine Risiken für den lokalen Finanzmarkt darstellen.

Ende Mai erklärte ein Zweig der niederländischen Regierung, dass Kryptowährungen ein geringes Risiko für die Finanzstabilität im Land darstellen, und wies auch auf die begrenzte Beteiligung von traditionellen Finanzinstitutionen und -systemen an diesen hin.