Die französische, politische Bewegung Gilets Jaunes - die Gelben Westen - plant einen Bankenlauf, der ähnlich wie der Proof of Keys von Bitcoin ablaufen soll. Das geht aus Quellen auf sozialen Netzwerken vom 7. Januar hervor.
Die jüngste Demonstration der Bewegung, die als "Steuereintreiber-Referendum" bezeichnet wird, fordert die Anhänger auf, am Samstag alle ihre Ersparnisse und sonstigen eingezahlten Gelder von den Finanzinstituten abzuheben.
In einem Video, das auf Facebook hochgeladen wurde, sagte ein Aktivist, der nur unter dem Namen Tahz San bekannt ist, dass diese Geste "diesen Staat völlig legal und gewaltfrei, aber dennoch effektiver als je zuvor" in der Geschichte der Gilet Jaunes Bewegung erschrecken soll.
"Das ist der schlimmste Alptraum unserer Mandatsträger", fügte er hinzu.
Wie die lokale Zeitschrift Capital erklärt, könne das potenziell störende Element des Referendums technisch durchaus erheblich sein. Die letztendliche Beteiligung dürfte jedoch so gering sein, dass sie wohl keine Krise auslösen werde, fügt die Zeitschrift hinzu.
Dennoch werden diejenigen, die sich in Bitcoin-Kreisen aufhalten, wohl Parallelen zwischen dem Referendum und der Proof of Keys-Veranstaltung von letzte Woche ziehen. Diese wurde von einem einzigen Investor, nämlich dem Unternehmer Trace Mayer, organisiert.
Zeitlich wurde dieses Ereignis so abgestimmt, dass es auf den zehnten Jahrestag des Bitcoin-Genesis-Blocks fällt. Der Proof of Keys hat alle Bitcoin-Benutzer dazu aufgerufen, alle gehaltenen Coins bei vertrauenswürdigen Dritten auszahlen zu lassen und die Kontrolle über ihre privaten Schlüssel wieder zurückzuerlangen.
Fiat-Bankläufe haben wiederum - zumindest psychologisch - zur Attraktivität von Bitcoin beigetragen. Die Finanzkrise in Zypern im Jahr 2013 schien dabei den Kurs der Kryptowährung in die Höhe zu treiben.
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